Energie aus Russland: Ex-Milliardäre, Millionäre und andere Wohlhabende fordern Verzicht und deutschen  Wirtschaftseinbruch

Unter Leitung des Nordatlantikers Norbert Röttgen (ex-CDU-Spitzenkandidat) haben etliche Prominente den sofortigen Stopp sämtlicher fossiler Energiebezüge aus Russland gefordert. Dass sie damit einen umgehenden Booster für die dann galoppierende Inflation und einen Wirtschaftseinbruch ohne Beispiel für unser Land fordern, ist den Unterzeichnern offenbar bekannt und sie räumen in ihrem Aufruf beachtliche Schwierigkeiten für den Fall ein, dass ihrer Forderung Folge geleistet wird. 

Bekannte deutsche Wirtschaftsführer, -institute und sogar Gewerkschaftler warnen eindringlich vor einem akuten Stop russischer Gas- und Erdöllieferungen. Hunderttausende Arbeitsplätze würden binnen Kürzestem verloren gehen, wobei die nachfolgende Dominostein-Welle, welche die Zulieferer und die industrielle Peripherie wegblasen werde, noch gar nicht berücksichtigt sei. BASF-Chef Brudermüller: „Das könnte die deutsche Volkswirtschaft in ihre schwerste Krise seit Ende des Zweiten Weltkriegs bringen“.

Eine ähnliche Forderung wurde seitens der „Röttgerianer“ weder im völkerrechtwidrigen Millionen-Tote-Angriffskrieg der USA-Koalition im Irak, noch in den mörderischen Kriegen eben dieser Militaria in Libyen, Syrien, Afghanistan und -zig anderen Ländern erhoben. Man fragt sich, was das für Leute sind, die unseren Wohlstand opfern wollen, statt alles zu tun, um den Ukrainekrieg ohne Befeuerung durch täglich neue Stimulation und Waffenlieferungen endlich zu beenden. 

Ein Blick auf die Liste der Röttgen-Unterzeichner ist aufschlussreich: Die meisten dürften Vermögensmillionäre sein

Die Röttgenliste ist desillusionierend: Statt tatsächlich von einem Wirtschaftseinbruch Betroffener – also Arbeitern, Leuten mit wenig Geld und sonst am Rande der Bezahlbarkeit Krebsenden – findet sich eine illustre Schar Wohlbetuchter: Ein russischer ex-Milliardär, ein ex-Airbuschef, ein Kaffeekonzernchef, weitere hochgestellte Administratoren, ein staatlich „anerkannter“ Drogenkurier, ein Universalpolitpianist und eine große Schar aktiver und ehemaliger Abgeordneter von Bundestag und EU-Parlament. Sieht man näher hin, so dürfte es sich überwiegend um Vermögensmillionäre handeln. Hinweis: Ein Bundestagsmandat bringt pro Legislaturperiode eine halbe, ein EU-Parlamentsmandat rund eine Million Euro ein. Kein Gewerkschafsführer hat unterschrieben und kein aktiver Konzernchef. 

Der Volksmund sagt „mit vollen Hosen ist gut stinken“ – und aus einer guten Eigentumslage heraus ist gut Kasteiung fordern. Den „Röttgerianern“ sollte man sagen, dass ihr Reichtum nach unserem Grundgesetz sozial verpflichtend ist. Die Aufruf-Unterzeichner sollten sich schützend vor die Leute mit wenig Geld oder keinem Vermögen und vor alle Werktätigen stellen, die die Werte täglich schaffen, von denen die oberen Vermögensstockwerke leben, statt ihnen den Boden unter den Füßen wegzuziehen. 

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