Warum wird Joe Biden öffentlich so vorgeführt? Das ist die Frage, die man sich am meisten stellen sollte, denn es ist nicht so ungewöhnlich, dass ein US-Präsident schwer krank sein Amt bekleidet. Doch in der Vergangenheit hat man diese Tatsachen stets mit aufwändigen Methoden vor der Öffentlichkeit verborgen.
So war der viermalige Amtsinhaber Franklin D. Roosevelt (1933 – 45) bereits lange vor seiner ersten Wahl wegen einer Polio-Erkrankung von der Hüfte ab weitgehend gelähmt. Damals gab es noch kein Internet und Smartphones mit Kameras, so war es etwas einfacher, die Wähler über den wahren Gesundheitszustand ihres Präsidenten zu täuschen. Hier sind einige der wenigen Filmaufnahmen, wie Roosevelt mit Beinschienen und gestützt von Begleitern ein paar mühsame Schritte bis zu seinem Rednerpult bewältigt.
Mit diesen Methoden zur Verschleierung arbeitete man damals
- Verwendung von Beinschienen und Krücken: Roosevelt trug spezielle Metallbeinschienen, die seine Beine stabilisierten, und benutzte Krücken, um sich zu stützen. Diese Hilfsmittel ermöglichten es ihm, zumindest den Eindruck zu erwecken, dass er stehen und sich bewegen konnte.
- Unterstützung durch Helfer: Er wurde oft von seinen Söhnen oder Assistenten unterstützt, die ihn während öffentlicher Auftritte stützten und begleiteten. Sie halfen ihm, ein stabiles und selbstbewusstes Auftreten zu bewahren.
- Strategische Platzierung: Roosevelt hielt viele seiner Reden und öffentlichen Auftritte von einem Podium oder hinter einem Tisch, wodurch er sich abstützen und seine Behinderung weniger offensichtlich machen konnte. Oft war auch eine starke Stuhllehne vorhanden, die ihm zusätzlichen Halt gab.
- Rollstuhlvermeidung in der Öffentlichkeit: Obwohl er privat einen Rollstuhl benutzte, vermied er es weitgehend, in der Öffentlichkeit darin gesehen zu werden. Fotos von ihm im Rollstuhl sind daher sehr selten.
- Fotoregelung: Roosevelt und sein Team kontrollierten streng die Pressefotografien. Fotografen wurde oft untersagt, ihn beim Ein- oder Aussteigen aus einem Auto oder in Situationen zu fotografieren, in denen seine Behinderung deutlich sichtbar wäre.
- Inszenierung kurzer Gehstrecken: Bei öffentlichen Auftritten wurde oft eine Umgebung geschaffen, in der er kurze Strecken gehen konnte, indem er sich an den Armen seiner Helfer festhielt oder sich an Geländern und Möbeln abstützte.
- Öffentliche Wahrnehmung und Medien: Roosevelt nutzte die Macht der Medien, um seine politische Botschaft und seine Führungsstärke zu betonen, anstatt seine körperlichen Einschränkungen in den Vordergrund zu stellen. Radiosendungen, in denen seine Behinderung nicht sichtbar war, halfen ebenfalls, das Bild eines starken und kompetenten Präsidenten aufrechtzuerhalten.
Die Gesundheit von John F. Kennedy (JFK) war während seiner Präsidentschaft ein heikles Thema. Er litt an verschiedenen gesundheitlichen Problemen, darunter Addison-Krankheit, chronische Rückenschmerzen und andere Beschwerden. Mehrere Methoden wurden angewendet, um seine angeschlagene Gesundheit vor der Öffentlichkeit zu verbergen:
- Medizinische Versorgung und Medikamente: JFK erhielt umfassende medizinische Betreuung, darunter regelmäßige Injektionen von Steroiden und Schmerzmitteln, um seine Symptome zu lindern und ihm zu helfen, seine täglichen Aufgaben zu erfüllen.
- Diskretion des Ärzteteams: Kennedy hatte ein kleines, enges Team von Ärzten, darunter Dr. Janet Travell und Dr. Max Jacobson (bekannt als „Dr. Feelgood“), die strenge Diskretion über seinen Gesundheitszustand wahrten. Sie waren dafür verantwortlich, seine Schmerzen zu behandeln und seine Symptome zu managen, ohne dass Details an die Öffentlichkeit gelangten.
- Kontrolle der Medienberichterstattung: Die Kennedy-Administration übte Einfluss auf die Medien aus, um Berichte über seine Gesundheit zu minimieren oder zu verhindern. Pressekonferenzen und Fototermine wurden sorgfältig geplant, um sicherzustellen, dass Kennedy in einem guten Licht erschien.
- Öffentliche Auftritte und Inszenierung: Bei öffentlichen Auftritten wurde darauf geachtet, dass Kennedy so wenig wie möglich körperliche Anstrengungen zeigte. Seine Reden wurden oft im Sitzen oder hinter einem Podium gehalten, das ihm Halt gab. Außerdem trug er ein spezielles Stützkorsett, das ihm half, aufrecht zu stehen und seine Rückenschmerzen zu lindern.
- Verschleierung durch dynamische Erscheinung: JFK war bekannt für seine charismatische und energische Erscheinung. Seine jugendliche Ausstrahlung und seine sportlichen Aktivitäten, wie Segeln und Golf, trugen dazu bei, den Eindruck eines gesunden und dynamischen Präsidenten zu vermitteln.
- Vermeidung detaillierter Gesundheitsberichte: Offizielle Gesundheitsberichte wurden entweder vermieden oder so formuliert, dass sie keine wesentlichen Details über seine ernsthaften gesundheitlichen Probleme preisgaben. Kleinere Beschwerden wurden oft als die einzigen gesundheitlichen Probleme dargestellt, um schwerwiegendere Zustände zu verbergen.
Seit der Gründung der Vereinigten Staaten war die Gesundheit des Präsidenten stets ein heikles Thema. Hier folgt eine kurze Auflistung inzwischen bekannt gewordenen Fälle. Rechnet man Joe Biden dazu, fällt auf, dass die Problematik besonders die Präsidenten der Demokratischen Partei betrifft:
George Washington (Unabhängig, kein formeller Parteizugehöriger):
- Gesundheitsprobleme: Malaria, Pocken, Zahnprobleme.
- Verbergungsmethoden: Trug eine Zahnprothese, war öffentlich präsent.
Grover Cleveland (Demokratische Partei):
- Gesundheitsprobleme: Bösartiger Mundtumor.
- Verbergungsmethoden: Heimliche Operation auf einer Yacht, Verbreitung einer Deckgeschichte über Zahnprobleme.
Woodrow Wilson (Demokratische Partei):
- Gesundheitsprobleme: Schwerer Schlaganfall 1919.
- Verbergungsmethoden: Geheimhaltung durch seine Frau Edith und Dr. Cary Grayson, Edith Wilson übernahm administrative Aufgaben.
Franklin D. Roosevelt (Demokratische Partei):
- Gesundheitsprobleme: Folgen einer Polioerkrankung, teilweise gelähmt.
- Verbergungsmethoden: Verwendung von Beinschienen, Krücken, Unterstützung durch Helfer, inszenierte öffentliche Auftritte, Kontrolle der Pressefotografien.
Dwight D. Eisenhower (Republikanische Partei):
- Gesundheitsprobleme: Herzinfarkt (1955), Bauchoperation (1956), Schlaganfall (1957).
- Verbergungsmethoden: Kontrollierte und beschönigte Gesundheitsberichte.
John F. Kennedy (Demokratische Partei):
- Gesundheitsprobleme: Addison-Krankheit, chronische Rückenschmerzen und andere gesundheitliche Probleme.
- Verbergungsmethoden: Umfassende medizinische Betreuung, Diskretion des Ärzteteams, Einfluss auf Medienberichte, inszenierte öffentliche Auftritte.
Ronald Reagan (Republikanische Partei):
- Gesundheitsprobleme: Darmkrebsoperation (1987), Anzeichen von Alzheimer-Erkrankung (offiziell nach der Präsidentschaft diagnostiziert).
- Verbergungsmethoden: Kontrollierte Freigabe von Informationen über seine Darmkrebsoperation, keine öffentliche Thematisierung seiner Alzheimer-Symptome, blieb öffentlich aktiv und sichtbar.
Aber kommen wir zur Frage nach Joe Biden zurück. Seiner Administration ist natürlich klar gewesen, dass man seine Demenz bei öffentlichen Auftritten kaum verbergen kann. Sie haben sich auch nicht besondere Mühe gegeben. Es sieht mehr danach aus, als haben man ihn absichtlich ins offene Messer laufen lassen. Was will man der Öffentlichkeit damit signalisieren?



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9 Kommentare zu „Die Liste der schwer kranken US-Präsidenten und wie die Öffentlichkeit von den Puppenspielern getäuscht wird“