Das Statistische Bundesamt verkündet vollmundig: Das Staatsdefizit sank im ersten Halbjahr 2025 auf 28,9 Milliarden Euro, ein Rückgang um 19,4 Milliarden gegenüber dem Vorjahr. Mit einer Defizitquote von 1,3 % des BIP will man uns glauben machen, die Finanzen seien auf Kurs. Doch wer genauer hinsieht, erkennt die bittere Wahrheit: Die Bürger werden erneut zur Kasse gebeten, während die Politik die Zahlen schönrechnet.
Die Einnahmen kletterten um 6,5 %, vor allem durch einen satten Anstieg der Sozialbeiträge um 8,9 %, weil Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge kräftig angezogen wurden. Steuereinnahmen wuchsen mit 5,1 % deutlich verhaltener. Die Ausgaben stiegen um 4,3 %, getrieben von Sozialleistungen (+5,8 %) und Arbeitnehmerentgelten (+6,3 %). Subventionen, etwa für erneuerbare Energien, wurden gekürzt, während die Zinsausgaben auf 24,3 Milliarden Euro (+5,8 %) kletterten.
Der Bund bleibt mit 16,7 Milliarden Euro der Hauptschuldenmacher, die Gemeinden blähten ihr Defizit auf 14,2 Milliarden Euro auf. Einzig die Sozialversicherungen glänzen mit einem Überschuss von 3,3 Milliarden Euro. Doch während die Wirtschaft im 2. Quartal 2025 um 0,3 % schrumpfte, bleibt die Frage: Wer lacht hier wirklich? Die Bürger, die immer tiefer in die Tasche greifen, sicher nicht. Dieser Defizitabbau ist ein Pyrrhussieg, der die strukturellen Probleme nur kaschiert.

