Die BVG hat heute offiziell bekanntgegeben, dass die lang erwartete neue App für den Berliner Nahverkehr erst im Jahr 2030 – gemeinsam mit der Hamburger Hochbahn und der Münchner MVG – eingeführt werden soll. Bis dahin müssen die Fahrgäste weiter mit der bisherigen, vielfach kritisierten Anwendung auskommen, die kaum Nutzerwünsche erfüllt und seit Jahren überholt wirkt. Die BVG nennt dies einen „stufenweise angestrebten Zeithorizont“ bis 2035 – ein fatales Signal für eine Hauptstadt, die sich gern als modern und digital gibt.
Rolf Wiedenhaupt, verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Hauptstadtfraktion, spricht von einem handfesten Skandal: „Die Verkehrssenatorin hat die Berliner Öffentlichkeit getäuscht. Schon vor Monaten versprach sie eine schnelle Ablösung der unkomfortablen App. Nun sollen die Bürger mindestens fünf weitere Jahre warten. Das ist unverständlich, inakzeptabel und blamiert Berlin.“ Wiedenhaupt fordert entweder kurzfristige Verbesserungen der alten App oder binnen zwei Jahren einen kompletten Neubau – anstatt die Hauptstadt auf den Sankt-Nimmerleinstag zu vertrösten.

