Ich habe es wieder getan. Frankfurt, Buchmesse. Und es nicht bereut. Dieses Jahr ist alles anders. Natürlich fehlten die üblichen Verdächtigen nicht. Die größten Stände hatten ZEIT, FAZ, Correctiv und Co. Die dicksten LKW trugen die Logos vom Staatsfunk. Doch, wie ich schon sagte, etwas ist anders dieses Jahr. Natürlich stolpert man alle drei Meter über die Hinweistafeln von irgendwelchen Quatsch-NGOs, die dazu auffordern, eigene Familienmitglieder zu denunzieren statt sich um Menschenrechte der Frauen in Afghanistan zu sorgen. Amnesty war eben nur früher mal „International“, heute offenbar nur noch Anti-AfD.
Zu allem Übel muss ich nun auch noch ein Buch lesen. Fast 400 Seiten in einer Schriftgröße, die meine Lesebrille gerade noch so packt.

Mit dem Autoren habe ich am selbst finanzierten, 100 Prozent nicht staatlich gefördertem Stand von Ahriman gesprochen. Wie Peter Priskil sagte, hätte er das Buch schon vor dreißig Jahren schreiben wollen sollen. So lange werde ich nun nicht brauchen, um es zu lesen und alsbald eine ausführliche Rezension verfassen.
Nun aber zu den Einhörnern. Auf meinem langen Marsch begegnete ich einzelnen versprengten Gothics, die vom Körperbau dem Sänger von The Cure nachempfunden waren und sich altersmäßig auf dem Niveau seiner Enkelkinder befanden. An einem Stand signierten eine Blauhaarige und eine männlich gelesene Kreatur mit venezianischer Karnevalsmaske irgendwelche Datenträger, die wohl Hörbücher enthielten. Und das war es schon mit staatlich verordneten Vielfalt. Die sonst üblichen Armeen von Cosplayern, Computerspielsüchtigen und sonstigen Analphabeten tauchten an diesem Freitag einfach nicht auf. Keine nervige Transpropaganda dort, wo man sich einfach nur mal nach den neuesten Trends umschauen wollte. Eine erfreuliche Entwicklung. Wenn demnächst wieder gewisse Verlage zurückkehren, die man erfolgreich vertrieben hat, lohnt sich sogar ein Besuch mit der ganzen Familie, der nicht von meinem Presseticket abgedeckt wird.














