Billiger AKW Schwindel – Umwelthilfe läuft Amok

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Habeck steigt weder ganz aus, noch wieder ganz ein. Lediglich die Atomkraftwerke Isar 2 und Neckarwestheim dürfen gnädigerweise bis Mitte April Strom erzeugen. Aber nur, wenn die Strommenge nicht reicht. Ein billiger Taschenspielertrick, denn natürlich wird der Strom nicht reichen und noch dazu die Verbraucher sündhaft teuer zu stehen bekommen.

Und auch mit den zwei Not-AKWs wird es eng. Auch für Robert Habeck, denn die hauseigenen Klagevereine laufen Amok. Die selbsternannte „Deutsche Umwelthilfe“ warnt eindringlich vor den Gefahren und fordert Bundestag zur Ablehnung auf:

„Die Entscheidung der Bundesregierung, den gesellschaftlich hart errungenen Konsens zum Ausstieg aus der Atomenergie zum Jahresende aufzukündigen, ist fatal. Und sie öffnet die Tür für eine noch gefährlichere Laufzeitverlängerung der veralteten und gefährlichen deutschen Atomreaktoren, die niemals kommen darf. Eine Weiternutzung der in die Jahre gekommenen Atomkraftwerke Isar 2 und Neckarwestheim 2 trägt wenig zu einer sicheren Energieversorgung bei und beschwört schwer beherrschbare rechtliche und Sicherheitsrisiken herauf. Wir fordern den Deutschen Bundestag und vor allem die Grünen Fraktion dazu auf, die für eine ‚Einsatzreserve‘ notwendigen Änderungen des Energiesicherungsgesetzes und des Atomgesetzes abzulehnen.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer DUH

Und der sogenannte „BUND“ behauptet, der „gesellschaftliche Konsens“ über den Atom-Ausstieg sei ohne Rücksicht auf Sicherheit aufgekündigt worden.

Der Betrieb der beiden AKW wirkt sich weder spürbar auf die Versorgungssicherheit aus, noch entlastet er die Bürger*innen. Der geringe Nutzen für die Stromnetzstabilität rechtfertigt ebenfalls nicht, die AKW in Reserve zu halten.

 Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

Teilweise kann man Herrn Bandt sogar zustimmen. Nur zwei Atomkraftwerke sind viel zu wenig. Aber einen „gesellschaftlichen Konsens“ gibt es mit Sicherheit schon lange nicht mehr in der Frage zum Ausstieg aus der zivilen Nutzung der Atomkraft wie noch vor zwei Jahrzehnten. Wenn es ans Eingemachte, den Kühlschrank und die Geldbörse geht, hat Ideologie keine Daseinsberechtigung mehr. Diese schmerzhafte Erfahrung müssen jetzt die Grünen und ihre Wähler machen, leider auch alle anderen, die sie mit ins Verderben gezogen haben.

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