Am kommenden Montag wollen LobbyControl, WeMove Europe und weitere linke Kampagnen-Netzwerke in Brüssel das Google-Logo symbolisch zerschlagen. Angeblich gehe es um den „Kampf für Demokratie und Wettbewerb“, doch die Inszenierung erinnert eher an Bücherverbrennung 2.0 oder die Massenenteignungen von Betrieben in der DDR. Wer Symbole öffentlich zerstört, sendet kein Signal der Freiheit, sondern eines der Vernichtung – eine Art kulturpolitische Säuberung im Gewand des Aktivismus. Mehr als 150.000 Unterschriften sollen den Druck auf die EU-Kommission erhöhen, um eine politisch verordnete Zerschlagung des Konzerns voranzutreiben, wie LobbyControl per Aussendung mitteilt und die Presse einlädt, dabei zu sein.
Dass Google seine Marktmacht missbraucht, ist unbestritten. Aber wenn Aktivisten und Politiker nun zur symbolischen Zerschlagung greifen, offenbart sich ein Geist, der nicht Wettbewerb fördert, sondern ideologisch geprägt ist. Statt Marktöffnung und Innovation wird Zensurtheater betrieben – und die Öffentlichkeit soll klatschen. Ein gefährliches Spiel, das an finstere Kapitel der Geschichte erinnert, in denen man meinte, durch das Verbrennen von Symbolen die Wahrheit kontrollieren zu können.

