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„90 Deals in 90 Days“ – Trumps leere Versprechungen

Der von Präsident Trump im April begonnene Zollkrieg, der weitreichende Zölle auf Handelspartner wie die Europäische Union, Japan und Südkorea vorsah, hat seine Wirkung bislang verfehlt. Trump begründete seine Haltung mit den Worten: „unser Land und seine Steuerzahler wurden seit mehr als 50 Jahren ausgeraubt, aber das wird nicht mehr passieren“ und forderte „gegenseitige Zölle“, was er als „sehr einfach“ beschrieb: „sie tun es uns an und wir tun es ihnen an“.

Nach anfänglichen Marktstörungen ordnete der Präsident eine 90-tägige Pause bei der Umsetzung dieser Zölle an. Trumps Handelsberater Peter Navarro bewarb dies als Chance für „90 Deals in 90 Days“, wobei „der Chef der Chefunterhändler sein wird“.

Morgen läuft die Frist ab und was hat Donald Trump vorzuweisen? So gut wie nichts, laut Brendan Murray von Bloomberg Podcasts.

Fristverlängerung als billige Ausrede

Die Realität weicht jedoch stark von diesem Versprechen ab. Bis zum Ablauf der Frist wurden „einige vorläufige Handelsabkommen“ bekannt gegeben, darunter eines mit dem Vereinigten Königreich und Vietnam, aber bei Weitem nicht 90. Brendan Murray von Bloomberg Podcasts merkt an, dass „90 Tage immer eine willkürliche Zahl war, die sie einfach aus der Luft gegriffen haben“. Die wichtigsten Verhandlungen mit China, Mexiko, Kanada und der Europäischen Union – dem größten und integriertesten Handelspartner der USA – seien weiterhin im Fluss.

Die ursprüngliche Frist vom 9. Juli wurde auf den 1. August verschoben. Finanzminister Scott Bessant erklärte, dass Präsident Trump Briefe an Handelspartner senden werde, die besagen: „wenn Sie die Dinge nicht voranbringen, dann werden Sie am 1. August auf Ihr Zollsatzniveau vom 2. April zurückfallen“.

In den sozialen Netzwerken kocht die Stimmung ungleich höher. Ein Nutzer (CSM RET) bringt es auf den Punkt: Was ist mit „90 Deals in 90 Tagen“ passiert? Ihr haltet eure MAGA-Basis wirklich für dumm!

Schon während seiner ersten Amtszeit hat sich Trump als Trojaner erwiesen. Spätestens mit Ausbruch der „CoronaPandemie“ wurde deutlich, wie schnell der US-Präsident seine Meinung ändert, wenn es ihm nur nutzt. Erst empfahl er Desinfektionsmittel zur Injektion, sprach sich gegen Masken und Impfungen aus, dann rühmte er sich, den ersten Impfstoff gegen Corona im Schnellverfahren auf den Markt gebracht zu haben.

Aber Spott und Hohn sind nicht unbedingt die Sache überzeugter Trump-Anhänger.

Ein Tweet mit verschiedenen Behauptungen über die Errungenschaften von Donald Trump, darunter Themen wie Infrastruktur, Finanztransparenz und Gesundheitsversorgung.

Es wird schon irgendeinen Grund haben, warum die Epstein-Liste noch nicht auf dem Tisch liegt und Hillary Clinton immer noch frei herum läuft, oder?