Deutschland ist noch eine Demokratie. Offiziell. Doch die Menschen wissen, dass es anders ist. Was als freie Presse begann, ist zu einem übermächtigen Kontrollorgan geworden. Wer falsche Fragen stellt, wird gesperrt, wer die falschen Worte sagt, verschwindet aus dem öffentlichen Leben. Die Regierung zensiert alles, was ihrem Bild der Wirklichkeit widerspricht.
Doch diesmal ist es anders. Diesmal geht es um Leben und Tod.
Seit Monaten streifen sie durch die Straßen – Wesen, die fast menschlich wirken, aber im Inneren bloße Maschinen sind. Roboter, gesteuert von einer unbekannten Macht. Sie treten in Gruppen auf, jagen ihre Opfer gezielt. Kinder. Frauen. Polizisten. Ärzte. Niemand ist sicher. Ihre Waffen hinterlassen keine Kugeln, nur Blut. Hunderte Tote in zehn Jahren. Die Regierung nennt es eine „Herausforderung“, die Medien sprechen von „Einzelfällen“. Die Bürger ducken sich weg. Viele arbeiten im Homeoffice, bestellen ihr Essen per Lieferservice. Nach Einbruch der Dunkelheit wagt sich niemand mehr hinaus.
Die wenigen, die sich wehren wollen, werden als Fanatiker gebrandmarkt. Die Regierung warnt vor „Überreaktionen“. Man dürfe die Fremden nicht voreilig kriminalisieren. Schließlich wisse man noch nicht, wer hinter ihnen steht. Ein Konflikt könnte „unnötige diplomatische Verwicklungen“ auslösen.
Doch jetzt steht eine Wahl an, jetzt dürfen die Bürger über etwas Relevantes abstimmen. Im Bundestag soll entschieden werden, ob sich Deutschland verteidigen darf oder ob man weiterhin deeskalieren sollte.
Ein Mann, dessen Name bald Geschichte schreiben wird, kann nicht länger schweigen. Er verfasst einen offenen Brief , ein Dokument der Wut, der Verzweiflung. Er listet die Opfer auf, nennt Namen, Daten, Schicksale. Und er greift jene an, die noch immer abwiegeln:
„Ihr glaubt, es betrifft euch nicht? Weil ihr in euren abgeschotteten Stadtvierteln lebt? Ihr schweigt, weil ihr Angst habt, die falsche Meinung zu haben? Ihr, die ihr euch sicher fühlt, habt mit eurer Wahl entschieden, dass Tausende sterben. Ihr seid nicht unschuldig. Ihr seid Teil dieses Wahnsinns.“
Der Brief geht viral. In den Netzwerken versuchen die Kontrollorgane, ihn zu löschen, doch es ist zu spät. Er verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Zum ersten Mal spürt die Regierung, dass sie die Kontrolle verlieren könnte.
Am Wahltag ist die Stimmung explosiv. Die Straßen sind leer, die Menschen blicken sich nervös um. Niemand weiß, ob der Gang zur Wahlurne das Letzte ist, was man tut. Und dann, als die Ergebnisse bekannt gegeben werden, passiert das Unfassbare…


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7 Kommentare zu „2025 – Die letzte Wahl?“