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YouTube nur noch mit Ausweis? Australien dreht komplett am Rad

Die australische Regierung will ernst machen: Wer künftig auf YouTube surfen will, soll sich erst ausweisen. Wie Reclaim The Net berichtet, plant eSafety-Kommissarin Julie Inman Grant, das Videoportal aus seiner bisherigen Ausnahmestellung zu reißen und unter die rigide Alterskontrolle zu zwingen.

Was als Schutzmaßnahme für Kinder verkauft wird, trifft in Wahrheit alle. Selbst Erwachsene sollen womöglich bald ihren Ausweis scannen müssen, nur um ein Musikvideo oder eine Bastelanleitung zu sehen. Wer anonym bleiben will, bleibt draußen.

Die Begründung ist bekannt: „Harmvolle Inhalte“. Doch selbst Grants eigene Studien zeigen: Die wirklich problematischen Vorfälle finden auf Snapchat statt – nicht auf YouTube. Trotzdem muss YouTube jetzt herhalten, um die neue digitale Kontrollarchitektur zu testen.

YouTube schlägt Alarm und warnt vor massiven Folgen für Nutzer und Creator. Doch in Canberra interessiert das wenig. Dort träumt man bereits vom nächsten Schritt: Echtzeit-Altersverifikation, flächendeckender Digitalausweis, personalisierte Zugriffsprotokolle – alles im Namen der Sicherheit.

Was als Kinderschutzmaßnahme beginnt, wird zur Generalvollmacht fürs Tracking. Heute ist es das Alter, morgen ist es „Fake News“ – und übermorgen reicht ein falscher Like, um den Account zu sperren.

Australien, einst stolz auf seine Freiheit, verwandelt sich in einen digitalen Hochsicherheitstrakt. Wer online will, braucht bald eine Genehmigung vom Staat. Willkommen im neuen Zeitalter der Internetzensur.