ChatGPT: Schade, doch nicht alles Gold was glänzt

Seit fünf Monaten testet der Autor dieses Wunderding. Einesteils beeindruckt die Fülle der Informationen, welche in Sekunden zur Verfügung stehen. Auch die Formulierungskunst dieses Roboters ist beeindruckend. Nicht selten hat man das Gefühl, am anderen Ende säße ein Mensch aus Fleisch und Blut.

Den Inhalt eines mit Zahlen gespickten Textes lässt sich mit der Aufforderung „Erstelle eine nummerierte Tabelle mit drei Spalten“ verwandeln. Per Hand wäre man wohl eine Stunde beschäftigt gewesen. Hat man auch daran gedacht, eines der Zusatzprogramme, Plugins genannt, zu installieren, so kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Doch Vorsicht ist geboten.

Wer nun meint, einfach auf Knopfdruck fertige Artikel erstellen zu können, dem sei geraten, zusätzlich auch seinen gesunden Menschenverstand einzusetzen. Die gelieferten Rechercheergebnisse können mitunter nicht den Tatsachen entsprechen. Genial ist jedoch, einfach Nachfragen stellen zu können, wobei das System den Inhalt des vorhergehenden Chats sich gemerkt hat. Und siehe da, bei Nachfragen kommt nicht selten „Entschuldigung, ich habe mich geirrt“. Als ob ein Mensch es getippt hätte.

Analyse von PDF

Wer keine Lust hat ein langes PDF zu studieren, der gibt einfach den Link zum PDF ein und sagt „erstelle mir eine Zusammenfassung“. Das klappt vorzüglich, wenn das Plugin „ChatWithPDF“ zuvor hinzugefügt hat. Doch die Programmierer aus dem linken Kalifornien hinterließen in brutalster Weise deren Weltanschauung. So wird bei der Analyse einer Bundestagsrede auf YouTube mittels des Plugins „ChatWithVideo“ davor gewarnt, der Redner sei zu konservativ und seine Meinung sei überholt. Anstelle eine neutrale Zusammenfassung zu erstellen, bekommen wir den Senf der Linken gleich mitgeliefert.

Eine herbe Enttäuschung: Zählen müsste ChatGPT können.

Nachfolgendes Beispiel lässt jeden Technikbegeisterten wie den Autor vom Glauben an diese Weltsensation abfallen. Sehen Sie und staunen Sie:


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