Wandlitz: Spaziergänger stirbt nach Polizeieinsatz

Presseberichte zum Todesfall eines Spaziergängers finden sich nur spärlich. Dabei weist das Geschehen durchaus Ähnlichkeiten zu anderen Ereignissen auf, wie beispielsweise dem Tod des US Afro-Amerikaners George Floyd, der zu einem weltweiten Aufschrei geführt hat.

Die WELT konstruiert mehr oder weniger geschickt einen Zusammenhang zu gewalttätigen Übergriffen, die allerdings ganz woanders statt gefunden haben: Erneut haben zehntausende Menschen in Deutschland gegen eine Impfpflicht und die Corona-Maßnahmen demonstriert. In Sachsen kam es zu Übergriffen auf Journalisten und Polizisten. In Brandenburg erlitt ein Mann einen „medizinischen Notfall“ und verstarb im Krankenhaus.

Eine korrekte Berichterstattung würde dem Todesfall einen einzigen Artikel widmen und auf Widersprüche eingehen, sowie die Wortmeldungen in den sozialen Netzwerken erwähnen, die von Misstrauen gegenüber der Darstellung der Polizei geprägt sind. Aber in diesem Fall sollen die Emotionen gar nicht erst hochgekocht werden.

So beschreibt die Polizei den Vorfall:

In Wandlitz liefen rund 200 Menschen bei der unangemeldeten Demonstration durch die Prenzlauer Chaussee. Auch hier erfolgten Lautsprecherdurchsagen und auch hier reagierten die Teilnehmer nicht auf diese Durchsagen. Analog Bernau stoppten die Polizisten daraufhin den Zug, um die Identitäten festzustellen. Ein 53 Jahre alter Mann wollte die Polizeikette durchbrechen. Er wurde angehalten und seine Personalien festgestellt. Im Anschluss an diese Maßnahme konnte der Barnimer seinen Weg fortsetzen.

Kurz darauf kam es bei dem Mann zu einem medizinischen Notfall. Sofort erfolgten Ersthelfermaßnahmen durch hinzueilende Polizeikräfte. Alarmierte Retter verbrachten ihn anschließend in ein Krankenhaus. Dort verstarb er jedoch. 

Trotz des tragischen Zwischenfalls am Rande der aufgelösten Versammlung in Wandlitz verzeichnete die Polizei einen weitestgehend ruhigen Verlauf. Darüber hinaus ist es den eingesetzten Polizeikräften gelungen, durch die frühzeitige Auflösung von nicht angemeldeten Versammlungen und Aufzügen, das aktuell geltende Recht und die Auflagen der Versammlungsbehörde durchzusetzen. (Quelle: Polizei Brandenburg)

Wird es eine Aufarbeitung geben oder bleibt es bei dieser Darstellung? Gab es Zeugen? Das wird sich in den nächsten Tagen herausstellen. Auf eine detaillierte Berichterstattung in den großen Medien braucht man indes nicht hoffen.

2 Kommentare

  1. Er wollte „durchbrechen“ und wurde dabei „angehalten“ Auf welche Art und Weise wurde er denn „angehalten“ ? Durch den Bewurf mit Wattebäuschchen ? Wie Floyd? Mit Knüppel, Pfefferspray und Hund ohne Maulkorb ? Knieten 3 oder 4 Polizisten auf ihm ? Führten solche „Anhaltemaßnahmen“ letztlich zum „medizinischen Notfall“?
    007 mit der „Lizenz zum Töten“ ?
    Fragen !?!

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  2. Man Hat Ihn warscheinlich mit mehreren Gesetzeshütern in die Arme genommen und ganz toll liebgehabt ! Oder ? Zärtlich ? Geht Anders !! Früher hiessen Die mal echt
    “ Schutzpolizisten “ . Unglaublich !

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