Die Infantilpolitik der Berliner Altparteien will zum einen den Raketen- „Krieg nach Russland tragen“ und des weiteren die Russen mit einer deutschen Brigade in Litauen abschrecken. Aber wie Merz, Kiesewetter, Pistorius und Klein Fritzchen sich das vorstellen, könnte der Schuss nach hinten losgehen. Pistorius trat sein Amt an mit der Feststellung, Deutschland sei nicht verteidigungsfähig. Seitdem hat sich nichts getan außer fortgesetzter Räumung der Bundeswehrbestände in Richtung Ukrainekrieg. Wenn man für die Stationierung von nur 5.000 Soldaten in Litauen bis 2027 braucht, dann zeigt das brutal die Defizite. Im Ernstfall ist eine Brigade fast nichts. Das sehen selbstverständlich auch die Russen und dürften kaum beeindruckt sein.
Müsste sich die Brigade mit dem Schicksal des Kriegsschiffes „Admiral Graf Spee“ vor Montevideo 1939 beschäftigen ?
Die deutsche Brigade in Litauen wäre im Kriegsfall weit vom deutschen Nachschub weg und auf Polen angewiesen, das im Fall des Falles selbst Probleme mit dem Nachschub haben dürfte. Wenn sie vor der Wahl stehen, sich selbst oder die heißgeliebten Deutschen zu versorgen, ist das für die Polen von vorne herein klar. Wer militärisch bei Verstand ist, sieht, dass der Berliner politische Kindergarten irrt mit der Annahme, die Brigade könne längere Zeit auf sich gestellt kämpfen – mit den Russen vorn und der Ostsee im Rücken. Das zu erkennen, wird auch den Soldaten nicht schwer fallen. Sie müssen nicht gleich an die Katastrophe von Stalingrad denken, es geht milder: Die Besatzung des einzeln fahrenden deutschen Panzerschiffs „Admiral Graf Spee“ wurde 1939 vor Montevideo von mehreren britischen Kriegsschiffen beschädigt und bedroht. In aussichtsloser Lage entschloss sich der – anschließend suizidale – Kommandant Hans Langsdorff zur Selbstversenkung. Zwar war das Schiff verloren, die 1.000 Mann-Besatzung aber lebte noch Jahrzehnte.


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14 Kommentare zu „Steht die deutsche Brigade in Litauen auf verlorenem Posten?“