Deutschland wird zur Kryptodiktatur

Es klingt zunächst harmlos. Die Bundesregierung setzt sich auf europäischer und internationaler Ebene für einen verlässlichen rechtlichen Rahmen für Kryptowerte einschließlich Stablecoins ein. Mit der EU-Verordnung „Markets in Crypto Assets“ wird ein wettbewerbsfähiger und sicherer Rechtsrahmen für Kryptowerte einschließlich Stablecoins und für wesentliche Krypto-Dienstleistungen geschaffen.

Doch in Wahrheit geht es um totale Kontrolle. Jede Transaktion mit Kryptowährungen soll überwacht werden. Auftraggeber und Begünstigte müssen in Zukunft bei der Übertragung von Kryptowerten identifiziert werden. In einer Antwort (20/2824) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (20/2531) begründet die Bundesregierung ihre Schritte mit den üblichen Lügen über Kryptowerte.

Angeblich gibt es bei der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU) zunehmend Verdachtsmeldungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen.

Da einige Kryptowerte bisweilen sehr spekulative Investitionen sind, mit denen hohe Risiken verbunden sein können, warnt die Bundesanstalt für Finanz- dienstleistungsaufsicht (BaFin) hiervor.

Noch lächerlicher wird es, wenn es um angeblichen Energieverbrauch geht.

Der weltweite Energie- und Ressourcenverbrauch durch das Mining von Krypto-Assets ist hoch, zumindest dann, wenn sie mit dem klassischen „Proof- of-Work“-Verfahren betrieben werden. Alternative Validierungsmechanismen, wie z. B. „Proof-of-Stake“ oder „Proof-of-Authority“ führen zu deutlich geringeren Energie- und Ressourcenverbräuchen.

Die Mehrheit der Konsumenten hat allerdings gar keine Ahnung vom Kryptomarkt und den technischen Details und glaubt daher einen solchen Unsinn. Auch die Legende, Kryptowährungen dienten der Geldwäsche wird immer wieder gerne zur Begründung herangezogen, diktatorische Maßnahmen zur Totalüberwachung einzuführen.

Letztlich geht es darum, dezentrale Kryptowährungen zu diskreditieren und die Akzeptanz für den kommenden „Digitaleuro“ zu stärken.