Ahriman Verlag

Klage gegen Rufmord: Ahriman-Verlag wehrt sich gegen Antisemitismus-Vorwurf

Der in Freiburg ansässige Ahriman-Verlag zieht vor Gericht: Mit einer Unterlassungsklage geht er gegen die Kölner Website „perspektive“ vor, die den Verlag öffentlich als Herausgeber „antisemitischer Bücher“ diffamiert.

Laut der offiziellen Pressemitteilung des Verlags handelt es sich um eine „ungeheuerliche Verdrehung der verlegerischen Grundlinie“ – denn kein anderer nichtkonfessioneller Verlag in Deutschland habe einen höheren Anteil jüdischer Autoren. Zu ihnen zählen unter anderem Bernard Goldstein, einer der Anführer des Aufstands im Warschauer Ghetto, sowie Leopold Trepper, Leiter des bedeutendsten antifaschistischen Nachrichtendienstes. Dass ausgerechnet dieser Verlag unter Antisemitismus-Verdacht gestellt werde, sei absurd, so die Sprecherin – „Kritik an George Soros ist kein Antisemitismus“.

Drei Buchcover aus dem Ahriman-Verlag, darunter 'Die Sterne sind Zeugen', 'Der Junge von Block 66' und 'Die Wahrheit', mit einer Frage darunter, die sich mit Antisemitismus auseinandersetzt.

Im Zentrum des Konflikts steht der Vorwurf des „antisemitischen Geheimcodes“ in der Zeitschrift „Ketzerbriefe“. Darin habe man politische Kritik an Soros, Rockefeller und Gates formuliert – für den Chefredakteur von „perspektive“ angeblich ein Beweis für „antisemitische Chiffren“. Pikant: Rockefeller und Gates sind nicht einmal Juden. Trotzdem zitiere Opitz willfährig die Amadeu-Antonio-Stiftung, die seit Jahren Millionenbeträge von Soros und der Bundesregierung erhält.

Der Verlag sieht sich einer gezielten Kampagne ausgesetzt, die auf gesellschaftliche Ächtung, Ausschluss von Buchmessen und Buchhandel sowie mögliche physische Angriffe durch linksextreme Gruppen abziele. Mit der Klage soll nun eine gerichtliche Präzedenzentscheidung erstritten werden, um der Strategie, jede Kritik an globalen Milliardären pauschal als Antisemitismus zu brandmarken, ein Ende zu setzen.