
Es darf weiter diskriminiert werden. Ob Anna Netrebko oder Produkte in den Supermärkten – alles muss raus und ist verflucht. Der Beifall der Medien ist gewiss. Kauft nicht bei Russen, nichts von Russen, geht nicht zu ihren Konzerten, selbst dann nicht, wenn sie österreichische Staatsbürgerinnen sind. Einmal Russe, immer Russe. Solange Putin lebt, kann man keinem von ihnen trauen.
Und was ist mit „Personen“, deren Akzent irgendwie russisch klingt, sich aber gerade nicht ausweisen können? Nicht, dass am Ende noch einer von den Guten, vielleicht ein Ukrainer dran glauben muss? Brauchen wir vielleicht Diskriminierungsbeauftragte, die ganz im Wortsinn, darin geschult sind, osteuropäische Akzente voneinander zu unterscheiden und entsprechende Handlungen an eindeutig identifizierten Personen vorzunehmen?
Und was ist mit Kunstrussen? Verboten, weil russisch oder kulturell angeeignet oder beides?
Darf man in Deutschland zubereitete Russische Eier verzehren? Wenigstens für den Eigenbedarf?
Fragen über Fragen, deren Antworten doch so einfach wären, würde man Russe durch ein anderes Wort ersetzen, außer natürlich „Coronaleugner“, „AfD-Wähler“ oder „Impfgegner“. Aber das versteht sich ja von selbst.





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8 Antworten zu „Kauft nicht bei Russen“