Kauft nicht bei Russen

Es darf weiter diskriminiert werden. Ob Anna Netrebko oder Produkte in den Supermärkten – alles muss raus und ist verflucht. Der Beifall der Medien ist gewiss. Kauft nicht bei Russen, nichts von Russen, geht nicht zu ihren Konzerten, selbst dann nicht, wenn sie österreichische Staatsbürgerinnen sind. Einmal Russe, immer Russe. Solange Putin lebt, kann man keinem von ihnen trauen.

Und was ist mit „Personen“, deren Akzent irgendwie russisch klingt, sich aber gerade nicht ausweisen können? Nicht, dass am Ende noch einer von den Guten, vielleicht ein Ukrainer dran glauben muss? Brauchen wir vielleicht Diskriminierungsbeauftragte, die ganz im Wortsinn, darin geschult sind, osteuropäische Akzente voneinander zu unterscheiden und entsprechende Handlungen an eindeutig identifizierten Personen vorzunehmen?

Und was ist mit Kunstrussen? Verboten, weil russisch oder kulturell angeeignet oder beides?

Darf man in Deutschland zubereitete Russische Eier verzehren? Wenigstens für den Eigenbedarf?

Fragen über Fragen, deren Antworten doch so einfach wären, würde man Russe durch ein anderes Wort ersetzen, außer natürlich „Coronaleugner“, „AfD-Wähler“ oder „Impfgegner“. Aber das versteht sich ja von selbst.


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8 Kommentare

  1. Schöner Beitrag, mit Bitterkeit.
    Den kennt bestimmt mancher Mensch schon.
    Ein Dieb rennt aus dem Kaufhaus, zeigt auf einen anderen und brüllt- Haltet den Dieb!
    Es geht noch besser
    Die NATO zündelt am Majdan, zeigt auf einen Russen und brüllt- nur der ist schuld.
    Nachtrag, ich kaufe jetzt öfter beim Russen!

  2. Kaufe nicht beim Russen ? Ist das nicht RASSISTISCH ? Wo bleibt da der Empörungsschrei der WOKE-Community ?

    Ich geh jetzt jedenfalls Wodka kaufen. Anders ist das alles nicht mehr zu ertragen. Sa sdorowje !

    1. Interessant ist auch, dass Syrer trotz des „bösen“ Assad als schutzbedürftig und per se unschuldig gelten, Russen hingegen für ihren Präsidenten in Haftung genommen werden. Ich vermute hinter diesem Denken die kranke Idee des ewig schuldigen Weißen, was nichts anderes als puren Rassismus bedeutet.

    2. Rassistisch ? Nee, Russen sind nämlich Europäer und Weisse und gegen die gibt es überhaupt keinen Rassismus, nur umgekehrt.
      Hätte der AfD-Politiker Jens Maier Boris Beckers Sohn Noah damals nämlich Halb-Weisser genannt anstatt „Halb-…..“, dann hätte er wahrscheinlich keine 7500 Euro Schmerzensgeld zahlen müssen, oder doch ?
      „Köterrasse“ eines Türken über Deutsche war schliesslich auch kein Rassismus, weil Türken nämlich immer nur dann PoC sind, wenn es ihnen passt und man sich über Rassismus beklagen will, wenn nicht, sind sie nämlich unseresgleichen und haben Anspruch auf volle Teilhabe.
      Schliesslich war „eklige weisse Mehrheitsgesellschaft“ einer Halb-…… und Halb-Weissen Grünen-Politikerin über die, die sie zeitlebens durchgefüttert haben, auch kein zu verurteilender Rassismus.
      So, jetzt wissen sie Bescheid !

  3. Allein Russland von sämtlichen internationalen Sportveranstaltungen auszuschließen, ist blinder und dummer Aktionismus. Gestern las ich, Sport solle Völkerverständigung fördern und Brücken bauen. Und deshalb müsse Russland davon ausgeschlossen werden. Verknotete Geister, wohin man schaut.

    1. Wenn das jetzt, sagen wir UIGUREN, wären, dann sähe die be-URTEIL-ung der „woken Wokisten“ natürlich ganz ANDERS aus…

      Wenn zwei das gleiche tun, ist es bekanntlich noch lange nicht dasselbe, heutzutage. Das hängt mutmaßlich mit der „Einfalt in der Vielfalt“ für weltoffene, antifaschistische Toleranz-und Haltungs-Geschädigte mit queerem LinksKNALL zusammen…die langsam aber sicher am pathogenen Selbsthass vor sich hinmodern.

  4. Das hat zwar nichts mit Politik zu tun, aber der Berufsrusse „Ivan Rebroff“ alias Hans-Rolf Rippert und „Alexandra“ alias Doris Wally Treitz-Nefedov hatten wirklich besonders eindrucksvolle und schöne Stimmen.
    Schon dafür lohnt es sich, die alten Lieder nochmal anzuhören und sich ein bisschen Nostalgie zu erlauben …
    Ja, das waren noch Zeiten, als sogar die Schlager-Sänger noch Stimme hatten und man sich in Deutschland noch auf die Zukunft freute.

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