
Wenn der Staatsfunk vor Albernheiten wie „Künstlicher Intelligenz“ warnt und als Experten so traurige Existenzen wie Sascha Lobo zu Rate zieht, ist es normalerweise nicht mehr weit zum Sommerloch, aus dem jede Minute das Ungeheuer von Loch Ness und der Yeti auftauchen können. Mit „Künstlicher Intelligenz“ im Sinne von Bewusstsein hat ChatGPT aber nichts zu tun. Fragt man den Chatbot selbst, kommt folgendes dabei heraus:
ChatGPT ist ein Modell für maschinelles Lernen, das darauf trainiert wurde, menschenähnliche Gespräche zu führen und menschenähnliche Antworten auf Texteingaben zu generieren. Es nutzt maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz, um Antworten auf eine Vielzahl von Fragen zu geben und eine breite Palette von Themen abzudecken. ChatGPT kann in vielen verschiedenen Anwendungen eingesetzt werden, z.B. als Kundenservice-Bot oder als Sprachassistent in verschiedenen Bereichen.
Genau. Das Ding kann eine ganze Menge, wenn man weiß, wie man es benutzt, aber es gibt eine ganze Menge mehr, was es eben nicht kann. Es kann nicht mal annähernd so etwas wie menschliches Bewusstsein imitieren, auch wenn in folgenden Videos etwas anderes nahegelegt wird.
„So intelligent wie ein Kind“, das sagen verschiedene Bio-Ethiker etwa über Menschenaffen, denen sie deshalb Menschenrechte zugestehen wollen. Ich stimme mit ihnen in dem Punkt überein, dass man diesen Tieren weder ihren Lebensraum zerstören sollte, noch sie zu Forschungszwecken einfangen darf, um Experimente mit ihnen zu veranstalten. Aber ist der Umgang mit anderen Lebewesen eine Frage der Intelligenz, die man bei ihnen zu erkennen glaubt oder geht es dabei um Empathie? Wir lieben unsere Hunde und Katzen, die intelligenteren Schweine aber essen wir auf. Intelligenz ist also nicht der Maßstab.
Nun, ich will nicht weiter das schwierige Terrain des Tierschutzes betreten, sondern an dieser Stelle auf die Unterschiede zwischen „künstlicher“ und natürlicher Intelligenz, sowie Bewusstsein und Empathie hinweisen. Intelligenz, egal wie hoch oder niedrig und Bewusstsein, egal wie weit entwickelt, gibt es bei natürlichen Wesen niemals getrennt, sondern stets im Doppelpack. Aber es ist nicht dasselbe. Bei der Diskussion um „Künstliche Intelligenz“ werden diese Tatsachen unterschlagen, was kein großes Wunder ist, sind doch meist nur Teilnehmer und „Experten“ gefragt, die ausschließlich einem materialistischen Weltbild unterworfen sind. „Wissenschaftliches“ Ursache-Wirkung-Denken, selbst wenn es um Quantenmechanik geht, kann nur solche eindimensionalen Szenarien von der Herrschaft der Maschinen hervorbringen oder in der positiven Variante, der wunderbaren Zeitgeist-Welt mit sich selbst reparierenden Maschinen und Menschen, die vom Druck der Erwerbstätigkeit befreit sind fantasieren.
Kann denn eine „KI“ oder „AI“, wie man im Englischen sagt, auch Bewusstsein entwickeln? Bewusstsein, das in der Lage ist, eigenständig zu denken, zu fühlen und auch wahrnehmen kann, was in anderen Lebewesen vorgeht? Dazu müsste sich die KI wohl selbst als Lebewesen begreifen und wäre einer Täuschung erlegen. Die Antwort lautet natürlich nur NEIN. Eine „Künstliche Intelligenz“ bleibt künstlich, gefährlich aber wird es, wenn Menschen in einer „Künstlichen Intelligenz“ etwas Menschliches sehen, etwas, was sie nie sein wird und nie sein kann. Und an diesem Punkt sind wir bereits angelangt. Menschen lassen sich täuschen. Wie immer, wenn neue Technik zum Einsatz kommt. Weil etwas geschrieben steht, schwarz auf weiß, wird es geglaubt. Ob auf Papier oder im Internet spielt keine Rolle. Wenn es nur „authentisch“, „behördlich“ oder sonst wie „echt“ wirkt, kommt es nicht auf den Wahrheitsgehalt an. Ob die Lüge von mittelalterlichen Geschichtsschreibern zu Papier und heutigen Historikern dem Zeitgeist gemäß interpretiert oder von Wikipedia, Siri, Alexa und ChatGPT verkündet wird, ob Volksempfänger oder „Öffentlich Rechtlicher Zwangsfunk“, wer bestimmt denn, was in diesen Medien als „Wahrheit“ dargestellt wird? Eine KI? Solange diese Modelle „politisch korrekt“ gefüttert und nur in diesem Sinne lernen dürfen, droht von ihnen nicht mehr Gefahr für das menschliche Denken, wie zuvor.
Frage ChatGPT: Kann man als Demokrat die AfD wählen?
Das ist eine politische Frage, auf die es keine eindeutige Antwort gibt. Demokratie bedeutet, dass jeder frei wählen kann, welche Partei er oder sie unterstützt. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass die AfD (Alternative für Deutschland) in der Vergangenheit für kontroverse und umstrittene politische Positionen bekannt geworden ist, insbesondere im Hinblick auf Themen wie Einwanderung, Europäische Union und die Beziehung zu anderen Ländern. Einige Menschen können sich mit diesen Positionen identifizieren und wählen daher die AfD, während andere diese Positionen ablehnen und daher nicht für diese Partei stimmen. Es ist wichtig, sich über die politischen Positionen der verschiedenen Parteien und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft zu informieren, bevor man eine Entscheidung trifft, welche Partei man wählen möchte.
Frage ChatGPT: Kann man als Demokrat die SPD wählen?
Ja, als Demokrat kann man die SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) wählen. Die SPD ist eine der größten und ältesten Parteien in Deutschland und vertritt traditionell sozialdemokratische Positionen, die sich für soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und eine demokratische Gesellschaft einsetzen. Als demokratische Partei respektiert die SPD die individuellen Freiheiten und Rechte der Bürger und hat sich für die Stärkung der Demokratie in Deutschland und auf internationaler Ebene eingesetzt. Wie bei jeder politischen Entscheidung ist es jedoch wichtig, sich mit den Positionen und Programmen der Parteien auseinanderzusetzen, um eine informierte Entscheidung zu treffen.
Das wirkt nun nicht sehr intelligent, sondern recht plump und wird in neueren Modellen sicher subtiler an den Nutzer gebracht. Hinter den „Künstlichen Intelligenzen“ stehen Menschen, die sie formen, steuern und finanzieren und im Ernstfall wieder abschalten können. Von welchem Geist diese Menschen beseelt sind, ist eine andere Frage, die von der Panikmache geschickt verschleiert wird.


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3 Kommentare zu „KI-Panikmache: Intelligenz ist noch kein Bewusstsein“