Der Österreichische Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH) schlägt Alarm: Masernfälle seien europaweit auf dem höchsten Stand seit fast 30 Jahren, in Österreich steige die Zahl ebenfalls deutlich. Offiziell heißt es, man wolle „Impflücken schließen“, tatsächlich aber fordert der Verband nicht nur mehr Aufklärung, sondern auch eine verpflichtende Eintragung in den elektronischen Impfpass – ein System, das leicht zur lückenlosen Erfassung aller Bürger werden kann.
Laut Sozialministerium haben nur 56 % der Einjährigen die zweite MMR-Dosis erhalten, über 65.000 Kinder zwischen zwei und fünf Jahren seien ungeimpft oder unvollständig geimpft. Viele Termine seien während der Corona-Lockdowns verpasst worden. Präsidentin Renée Gallo-Daniel warnt vor Komplikationen und Krankenhausaufenthalten, Vizepräsidentin Sigrid Haslinger spricht von einem Risiko für die gesamte Gesellschaft.
Besonders brisant: Das Epidemiegesetz erlaubt es, Menschen ohne Masernschutz bis zu 21 Tage vom Kindergarten, von der Schule oder vom Arbeitsplatz auszuschließen. Mit dem e-Impfpass sollen Impferinnerungen verschickt und fehlende Impfungen „nachhaltig geschlossen“ werden. Kritiker sehen darin den Einstieg in ein zentral gesteuertes Gesundheitsregister – mit allen Möglichkeiten, daraus Zwang und Druck zu machen.
Offiziell wird auf Freiwilligkeit verwiesen, faktisch aber deutet alles auf einen Kurs hin, der Impfpflicht und digitale Kontrolle eng verknüpft. Wer nicht mitspielt, könnte bald vor verschlossenen Türen stehen.

