Krank durch von Außen verursachten Kummer

brown beaded necklace on persons hand

In Zeiten wie diesen werden wir stumm. Wir stellen uns taub, verkriechen uns und meiden oft sogar den Kontakt mit alten Freunden. Noch mehr Kummer wäre einfach nicht mehr zu ertragen. Die Frage, wer uns seit zwei Jahren diese Seelenpein bereitet, trauen wir uns öffentlich nicht mehr zu diskutieren.

Freiheit verloren, alles verloren

Ja, diese Zeiten bereiten uns Kummer, viel Kummer. Der Verlust vieler Freiheitsrechte lastet erdrückend auf unserem Gemüt. Wir alle spüren diese Traurigkeit und Hilflosigkeit, ein jeder für sich auf ganz individuelle Weise. Kummer schwächt uns mental und auch körperlich. Dennoch wollen wir stark sein, um diese lang anhaltenden Demütigungen zu ertragen. Wir müssen und wollen trotzdem noch „funktionieren“, um unseren Alltag zu gestalten.

Dieses Kreuz zu tragen erfordert oft übermenschliche Kräfte, besonders dann, wenn wir alleine sind. Und auch besonders dann, wenn wir für andere da sein müssen, seien es Kinder, Partner oder Großeltern.

Trost und Hilfe im Freundeskreis

In dieser schnelllebigen Zeit, in der Nachrichten und Horrornachrichten uns geradezu im Stundentakt versuchen zu erschlagen, auf uns niederprasseln wie große Hagelkörner, gerade dann ist Hilfe, die aus einer Gruppe erwächst, so segensreich. Wir erleben in einer Gemeinschaft, dass diese Drangsal nicht nur auf uns als Individuum lastet wie ein Berg auf unseren Schultern. Wir sehen in einem Freundeskreis, dass dieser Kummer kein individueller Kummer ist, wie es ein Zahnschmerz sein könnte. Es ist eine allumfassende Traurigkeit. Doch diesen Schmerz, den wir nicht nur in uns, sondern auch in unseren Freunden erleben, wird das eigene Empfinden zumindest helfen, ein wenig zu relativieren.

Es wirkt heilend für uns, wenn wir mit kleinen Schritten anderen, denen es schlecht (oder gar noch schlechter) geht, mit tröstenden Worten unter die Arme greifen. Und wenn wir unseren Worten und unserem Zuhören auch noch gemeinsame Taten folgen lassen, so verbindet uns dies noch tiefer und stärkt uns gegenseitig.

Wo ist dieser Freundeskreis?

Uns Christen in der AfD verbindet mehr als nur der Wille, gesellschaftlich tätig zu sein. Wir sind uns auf einer höheren Ebene und auf ganz besondere Weise einander verbunden. In vertrauten Gesprächen erleben wir Zuneigung im wahrsten Sinne des Wortes und schöpfen Hoffnung. Erinnern wir uns an alte Weisheiten, die wir nur dann wieder aus dem Bücherschrank holen, wenn andere friedlichere Abhilfe nicht zur Verfügung steht? Erleben wir hingegen Mitmenschen, die gute Gedanken verinnerlicht haben und danach leben, so schwindet unser Kummergefühl nicht ganz, aber zu großen Teilen. “Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“, rät tröstend Apostel Matthäus in Kapitel 18,20. Wir atmen wieder auf, wenn wir die Kraft der Gemeinschaft erleben und spüren. Und in diesem Gottvertrauen sind und bleiben wir stark!

2 Kommentare

  1. Sehr gut geschrieben, ich stimme Dem aber nur teilweise zu ! Bei mir und im Freundes-, Verwanten- und Bekannten-Kreis nimmt der Kummer nicht zu, sondern es steigt proportional nur die blanke Wut und bald kommt dann der Agressions-Kontrollverlust….

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