Komplementäre Medizin: Markt wächst bis 2028 auf 400 Milliarden Dollar

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Der Markt für alternative Medizin soll bis 2028 auf 400 Milliarden US-Dollar anwachsen. Diese Prognose veröffentlichte kürzlich das amerikanische Markforschungsunternehmen Grand View Research auf der Grundlage einer umfassenden Marktanalyse.

Zu dem Wachstum sollen sowohl pflanzliche Arzneimittel wie CBD als auch Techniken wie Akupunktur, Yoga oder Selbsthypnose beitragen. Diese Zahl ist erstaunlich, da sie in etwa einer Vervierfachung entspricht. Denn aktuell liegt das Volumen des Marktes nur bei rund 100 Milliarden Dollar. Das ist zwar nur ein Bruchteil der globalen Gesundheitsausgaben in Höhe von 10 Billionen Dollar im Jahr. Dennoch ist ein deutlicher Trend zu erkennen. Immer mehr Menschen wenden sich alternativen Heilmethoden zu. 

Gründe für das Wachstum der komplementären Medizin 

Ein Grund hierfür dürfte das schwindende Vertrauen in die herkömmliche Medizin sein. Trotz Heilsversprechen und jahrzehntelanger Forschung sind Durchbrüche bei der Behandlung von Krebs, Herzerkrankungen oder Demenz bislang ausgeblieben. Obwohl die Gesundheitsausgaben immer weiter steigen, schlägt sich das kaum auf die Gesundheit nieder. Zudem kümmert sich die Schulmedizin oft nicht optimal um das emotionale Wohlbefinden ihrer Patienten. Hierin liegt eine weitere Stärke der alternativen Medizin, die oft ganzheitlich ausgelegt ist. Neben den spezifischen Symptomen einer Erkrankung stehen dabei auch Lebensweise und Geisteshaltung des Erkrankten im Vordergrund. Und ein letzter Grund, der nicht zu unterschätzen ist, fördert ebenfalls das Wachstum der alternativen Medizin: Die Methoden kosten oft deutlich weniger, da sie ohne aufwendige Technologie auskommen. 

Pflanzliche Mittel im Trend 

Das gilt auch für pflanzliche Heilmittel, die lange Zeit aufgrund mangelnder Wirksamkeitsbelege belächelt wurden. Mittlerweile sind viele traditionelle Arzneipflanzen aber ausführlich erforscht, sodass klar ist, welche von ihnen wirksam sind und welche nicht. Das Paradebeispiel hierfür ist der Hanfextrakt CBD, der seit den achtziger Jahren zahlreichen Untersuchungen unterzogen wurde und mittlerweile in vielen Hausapotheken zu finden ist. Produkte wie das CBD-Öl von Cibdol werden nach ähnlich strengen Qualitätskriterien wie Pharmazeutika hergestellt und enthalten standardisierte Mengen des Wirkstoffs. Im Vergleich zu den Blütentees von früher ist die moderne Anwendung von Heilpflanzen also deutlich wissenschaftlicher geworden. Gleichzeitig ist es heute einfacher denn je, seltene pflanzliche Rohstoffe, zum Beispiel aus den Tropen oder dem fernen Osten, für die Herstellung von Pflanzenarzneien zu beschaffen.

Auch Ärzte wenden komplementäre Medizin an 

Selbst Ärzte wenden häufig komplementäre Medizin an. So gehört die Homöopathie nach wie vor zum Standardrepertoire vieler Allgemeinärzte. Die meisten Krankenkassen erstatten die Kosten für den Kauf der Mittel. Das ist umso erstaunlicher, da die Wirkung von Homöopathika deutlich schlechter belegt ist als die vieler anderer alternativmedizinischer Behandlungsweisen. Gut belegt ist hingegen die Wirksamkeit der Akupunktur bei Rücken- und Gelenkschmerzen. Diese Behandlungsmethoden gehört nicht nur bei vielen Heilpraktikern, sondern auch bei spezialisierten Ärzten zum Repertoire. Die Ärzte reagieren mit diesem Angebot zum einen auf die hohe Nachfrage. Zum anderen gibt es viele Hinweise darauf, dass die Alternativmedizin eine sinnvolle Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung sein kann. 

Das Wachstum der Komplementärmedizin dürfte sich weit über das Jahr 2028 fortsetzen. Gerade Länder wie China oder Indien werden mit zunehmendem Wohlstand zu lukrativen Märkten. Die wirtschaftliche Bedeutung der Branche wird also auf lange Sicht deutlich zunehmen.  

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