In Graz beginnt ein Feldversuch, der bei vielen Bürgern für Stirnrunzeln sorgen dürfte: Wie exxpress.at berichtet, werden dort in den kommenden Monaten rund 600.000 Tigermücken gezielt ausgesetzt. Offiziell soll die Aktion helfen, die invasive Art einzudämmen – denn die Männchen sind steril und sollen so den Fortpflanzungserfolg der Population verringern.
Die Behörden sprechen von einem „umweltfreundlichen“ Verfahren, bei dem weder Pestizide noch andere Chemikalien eingesetzt werden. Kritiker fragen sich jedoch, ob es klug ist, hunderttausende dieser Plagegeister über Wohngebiete zu verteilen, anstatt ihre Ausbreitung zu verhindern. Die Asiatische Tigermücke gilt als möglicher Überträger von Tropenkrankheiten – und nun wird sie in Massen freigesetzt, wenn auch angeblich harmlos gemacht.


