CDC Studie: Geimpfte Kinder haben höheres COVID-19 Risiko

Eine von Experten begutachtete Studie der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) hat ergeben, dass Kinder unter fünf Jahren, die den Pfizer/BioNTech-Impfstoff erhalten haben, mit größerer Wahrscheinlichkeit an COVID-19 erkranken als ungeimpfte Kinder mit natürlicher Immunität. Die Studie wurde im Journal of the Pediatric Infectious Diseases Society veröffentlicht. Die Autoren der Studie hoben dieses Ergebnis jedoch in ihrer Schlussfolgerung nicht hervor. Stattdessen empfahlen sie die Impfung, „um schwere Erkrankungen zu vermeiden“, räumten aber ein, dass sich das Gesamtinfektionsrisiko zwischen geimpften und ungeimpften Kindern unter fünf Jahren nicht wesentlich unterscheide.

Kritiker der Studie, darunter Dr. Martin Kulldorff, ehemaliger Professor für Medizin an der Harvard Medical School, und Dr. Hooman Noorchashm, Immunologe und Herz-Thorax-Chirurg, argumentieren, dass die Studie die Überlegenheit der natürlichen Immunität gegenüber der Impfstoffimmunität bei Kindern „definitiv beweist“. Sie stellen auch die Notwendigkeit von COVID-19-Impfungen für Kinder in Frage, da das Risiko von schweren Erkrankungen oder Tod durch COVID-19 in dieser Altersgruppe gering ist.

Die Studie ergab, dass Kinder, die den Pfizer-COVID-19-Impfstoff erhielten, mit einer 191% höheren Wahrscheinlichkeit eine symptomatische COVID-19-Infektion entwickelten als ungeimpfte Kinder. Dies wird durch eine Hazard Ratio (HR) von 2,91 angezeigt. Die Hazard Ratio ist ein Maß dafür, wie häufig ein Ereignis in einer Gruppe im Vergleich zu einer anderen Gruppe über den gleichen Zeitraum auftritt. Ein HR von 1 zeigt keinen Unterschied zwischen den beiden Gruppen an, ein Verhältnis unter 1 zeigt ein geringeres Risiko im Vergleich zur anderen untersuchten Gruppe an und ein Verhältnis über 1 zeigt ein höheres Risiko an.

Die Autoren der Studie räumten ein, dass die Studie einige Einschränkungen aufwies, darunter eine geringe Stichprobengröße. Kritiker wiesen auch auf andere Einschränkungen hin, wie z. B. die Annahme, dass ungeimpfte und geimpfte Gruppen einem vergleichbaren Expositionsniveau gegenüber dem Virus ausgesetzt waren. Sie argumentieren, dass dies aufgrund von Unterschieden im Familienverhalten oder in der Risikowahrnehmung möglicherweise nicht zutrifft.

Trotz dieser Einschränkungen argumentieren Kritiker, dass die Ergebnisse der Studie wichtige Fragen zur Wirksamkeit und Sicherheit von COVID-19-Impfstoffen bei Kindern aufwerfen. Sie fordern mehr Transparenz und unvoreingenommene Forschung im Bereich der öffentlichen Gesundheit.

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