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Analyse: Anti-Covid-Impfungen von Kindern und Jugendlichen waren nicht gerechtfertigt

John P. A. Ioannidis ist einer der meistzitierten Wissenschaftler. Er ist Mediziner, Epidemiologie und Statistiker an der Stanford University der USA. Wenn ein Team um diesen Mann etwas publiziert, wägen das die meisten Kollegen weltweit. In Klima-Greta-Relationen würde man Ioannidis‘ Veröffentlichungen „die Wissenschaft“ nennen, aber vor solch dümmlichen Ansprüchen ist man in Stanford gefeit. Ioannidis hat sich frühzeitig in die Diskussion um die Anti-Covid-Maßnahmen eingeschaltet und stets vor Schnellschüssen á la Lauterbach gewarnt.

Jetzt legt eine Forschergruppe unter seiner Leitung eine ernüchternde Analyse des Nutzens der als Weltenrettung gepriesenen Anti-Co-19-Impfungen vor: Allenfalls ein ein geringer Bruchteil der angeblichen Impfwirkung lässt sich herausdestillieren. 
Und das auch nur in der alten Generation, in der eine Fülle von Krankheiten und Imponderabilien wirkt, die Einzeleffekte abseits hoher Signifikanz herauszufinden nahezu verunmöglicht. Noch wichtiger: Bei Kindern und Jugendlichen versagte die Impfung weitgehend, was zur Zeit der Impfempfehlung bekannt war und von Politikern beiseitegeschoben wurde. Eine generelle Impfempfehlung an die Gruppe der Heranwachsenden war zu keinem Zeitpunkt gerechtfertigt.

In der Publikation von Ioannidis et al liest sich das so: „Children and adolescents (0.01% of lives saved and 0.1% of life-years saved) and young adults aged 20 through 29 years (0.07% of lives saved and 0.3% of life-years saved) had very small contributions to the total benefit“ – bei Kindern und Heranwachsenden bis 20 Jahren gelten 0,01% Leben bzw. 0,1% der Jahre als bewahrt, bei Jüngeren zwischen 20 und 29 Jahren rechnet man mit 0,07% respektive 0,3% (hier).

Hier spricht der Statistiker. Der Arzt dagegen sieht, dass Null-Komma-Null-Eins Prozent bewahrte Leben bei Kindern und 0,07 % bei Leuten bis 30 Jahren so gut wie nichts sind. Sie gehen im Hintergrundrauschen der Statistik unter. Ein Nutzen der Impfung ist weder ersichtlich, noch kann sie als Massenimpfung empfohlen oder verordnet werden, so lange ihre teils gravierenden Nebenwirkungen nicht systematisch erfasst sind. Denn Ioannidis geht in seiner Studie von „harten Endpunkten“ aus, hier vom Tod als Kriterium. Chronische Krankheiten und Körperschäden als Impffolge erfasst die Studie nicht. Würde man sie in die Untersuchungen einschließen (können), müsste sich das schwache Benefit-Ergebnis der Impfungen noch weiter verschlechtern oder gar ins Gegenteil verkehren.

Fazit: Die Anti-Co-19-Impfungen waren für Menschen bis 30 Jahren so gut wie unwirksam und angesichts der noch nicht erfassten Impfnebenwirkungen nicht zu rechtfertigen. Für die älteren Bevölkerungsanteile könnte sich ein geringer positiver Effekt ergeben haben, der aber weit unter dem politisch angepriesenen „Nutzen“ der Modellrechnungen des ahnungslosen Kemfertismus und Lauterbachismus liegt.