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München: Eigentümer wollte nur an „deutsch sprechende“ Menschen vermieten

Es geht um eine Vierzimmerwohnung im Osten der Stadt München – verfügbarer Wohnraum, allerdings nicht ganz billig. Beim Lesen der Anzeige sticht jedoch eine Aussage unter „Sonstiges“ hervor. Dort steht wortwörtlich: „Ich vermiete die Wohnung an deutsch sprechende Menschen“. Wie TZ berichtet, hat das Portal „Immobilienscout 24“ die Anzeige gelöscht, nachdem sich offenbar ein Nutzer beschwert hatte.

Im Netz wird bereits wild spekuliert, welche Folgen auf den Vermieter zukommen könnten. Es gab bereits Fälle, in denen ein Gericht einem Kläger Schadensersatz zugesprochen hat, weil er wegen seiner Herkunft aus einem afrikanischen Land diskriminiert worden sei.

Andere Formen von Diskriminierung sind dagegen kein Problem. In der Nähe des Berliner Alexanderplatzes entsteht ein „Wohnprojekt“ für lesbische Frauen mit insgesamt 72 Wohnungen. Dies kann man hochoffiziell auf dem Portal der Hauptstadt nachlesen. „Als europaweit wegweisendes Projekt steht das geplante Lesbenwohnprojekt und queere Kulturzentrum für lesbische und queere Sichtbarkeit und Gendergerechtigkeit“, erfährt man dort weiter. Berlin ist eben nicht München.

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