Licht aus, Hirn aus – bitte treten Sie nicht über die Linie

So ändern sich die Zeiten. Nicht der Letzte macht das Licht aus, sondern zahlreiche der Psychologie der Massen erlegene Opfer der Klimaideologen, die den Menschen einzig als Plage des Planeten betrachten.

Das war die Earth Hour, vermeldet der World Wide Fund For Nature: „Pünktlich um 21.30 Ortszeit ging das Licht am Brandenburger Tor wieder an. Damit ist die in diesem Jahr unter außergewöhnlichen Vorzeichen stattfindende Earth Hour in Deutschland beendet. An der vierzehnten „Stunde der Erde“ beteiligten sich in Deutschland 367 Städte, um auch in Zeiten der Corona-Pandemie ein Zeichen für Klima- und Umweltschutz zu setzen. Auch am Kölner Dom oder an der Münchner Frauenkirche wurden wie an vielen anderen deutschen Sehenswürdigkeiten die Lichter für eine Stunde ausgeschaltet. Die diesjährige Earth Hour wurde auch von tausenden Menschen in den eigenen vier Wänden begangen. In sozialen Medien teilten sie Bilder vom symbolischen Lichtausschalten und setzen ein deutliches Zeichen für die Solidarität der Menschen untereinander und für den Planeten.“

Bald schon könnte das Licht auch unfreiwillig ausgehen. Dann nämlich, wenn im Zuge des wirtschaftlichen Zusammenbruchs durch die Coronahysterie, die Versorgung nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. Berliner konnten in den letzten Jahren immer mal wieder kleinere Kostproben davon sammeln. Eine Lehre aus dem Desaster hat freilich kaum jemand gezogen, sonst wäre es wohl nicht zu den vielen Hamsterkäufen gekommen.

Neulich in einer Arztpraxis

„Bitte bleiben Sie hinter der Linie“, sagt die bemundschutzte Arzthelferin hinter dem Tresen. „Besser nicht übertreten. Haben Sie sich auch unten die Hände desinfiziert?“ Ich nicke und werde mit einem „Super“ in höchster Tonlage belohnt. Rammstein-Sänger Lindemann hat doch kein Corona, erfahre ich über die Push-up Nachrichten meines Smartphones. Ein zweiter Test habe das erste Ergebnis nicht bestätigen können. Da fällt mir ein, dass ich nicht mehr weiß, wann ich das Display zuletzt „gereinigt“ habe. Besser, ich stecke das Handy schnell wieder weg, sonst werde ich noch erschossen.

Auf dem Rückweg muss ich mir noch einmal die Hände desinfizieren. Im Treppenhaus stehen die Menschen artig im Abstand von ca. 1,5 Meter vor dem Praxiseingang in der unteren Etage. Dummerweise muss ich mich zum Desinfizieren kurz dazwischen quetschen. Am Ausgang hält mir ein freundlicher älterer Herr die Türe auf, damit ich gefahrlos diesen Ort des Grauens verlassen kann. Mir graut jedoch nicht vor Corona, sondern vor den Menschen. Das allerdings war schon immer so …

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