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Indien: Abtreibung, Missbrauch, Gewalt – Frauen ohne Chance

Indien gilt als größte Demokratie der Welt – doch für Millionen Frauen und Mädchen ist es die Hölle auf Erden. Laut dem Lancet Medical Journal finden dort jedes Jahr rund 15,6 Millionen Abtreibungen statt – das sind alle 2,2 Sekunden ein Kind. Gleichzeitig werden täglich fast 90 Vergewaltigungen registriert, während laut World Vision jedes zweite Kind sexuellen Missbrauch erlebt. Johanna Duriraj, Deutsche und seit fast 20 Jahren mit einem Inder verheiratet, berichtet im Interview mit der Jungen Freiheit von Zuständen, die kaum vorstellbar sind – wie der Podcast dokumentiert.

Frauen in Indien sind kaum etwas wert. Mädchen werden in manchen Regionen direkt nach der Geburt getötet – mit der Begründung, dass sie „als Junge wiederkommen“. Ganze Dörfer praktizieren bis heute diese Form des Infantizids. Das Resultat: ein Männerüberschuss von rund 50 Millionen – mehr als die Bevölkerung Skandinaviens zusammen. Die Folge sind Menschenhandel, Brautraub und systematische Gewalt.

Die Polizei? Korrupt und selbst oft Teil des Problems. Frauen trauen sich nicht, Anzeige zu erstatten – zu groß ist die Gefahr, auf der Wache erneut vergewaltigt zu werden. Zwar existieren zahlreiche Gesetze gegen Mitgift, Kindstötung oder Geschlechterselektion, doch sie bleiben „Paper Tigers“, wie Duriraj sagt: Sie stehen nur auf dem Papier, ohne Wirkung.

Während Bollywood nach außen Glanz und Glamour präsentiert, zeigt die Realität ein anderes Gesicht: Pornografiekonsum auf Rekordniveau, massiver Frauenhandel und Millionen unsichtbarer Opfer. Indien ist ein Land, in dem Leben und Würde der Frau systematisch geopfert werden – und in dem Hoffnung fast nur dort wächst, wo mutige Einzelne gegen das Schweigen ankämpfen.