ai

Geschichtsfälschung, Kriegspropaganda, Kulturverfall – wie der Westen sich selbst belügt

Wer verstehen will, warum Europa politisch, wirtschaftlich und kulturell immer tiefer in die Krise rutscht, sollte den aktuellen Beitrag des Publizisten Wolfgang Bittner auf Globalbridge lesen. In seinem Artikel „Die Fälschung der Geschichte und die Bedeutung der Kultur“ beschreibt Bittner schonungslos, wie Geschichte manipuliert, Öffentlichkeit getäuscht und eine ganze Gesellschaft auf Konfrontation getrimmt wird – insbesondere im Zusammenhang mit dem UkraineKrieg.

Bittner erinnert daran, dass der Ukraine-Konflikt nicht erst im Februar 2022 begonnen hat, wie es Politik und Leitmedien bis heute behaupten. Die Darstellung eines „unprovozierten Angriffskrieges“ blende die Vorgeschichte systematisch aus. Wörtlich schreibt er: „Wenn wir in die Geschichtsbücher schauen, erfahren wir zumeist nur das, was wir erfahren dürfen und wissen sollen.“ Der Machtwechsel in Kiew 2014 werde verharmlost oder verschwiegen, obwohl es sich laut Bittner um „einen von ausländischen Kräften organisierten, lange vorbereiteten blutigen Putsch“ gehandelt habe.

Besonders kritisch setzt sich der Autor mit der Rolle der USA auseinander. Fast überall, wo Kriege ausbrechen, ließen sich bei genauerem Hinsehen US-Interessen und Geheimdienste identifizieren. Seit rund 200 Jahren gehe es um globale Vorherrschaft, Ausbeutung und Kontrolle. „Nichts daran ist zufällig, alles ist geplant, oft über lange Zeiträume“, so Bittner. Präsidenten wechselten, die imperialen Grundlinien blieben – getragen von Militär, Finanzeliten und dem militärisch-industriellen Komplex.

Dabei beschränkt sich die Einflussnahme nicht auf Waffen und Sanktionen. Bittner sieht im US-amerikanischen Kulturimperialismus ein zentrales Machtinstrument. Hollywood und Disneyland hätten weltweit Denkweisen geprägt und europäische Traditionen verdrängt. Während europäische Kultur historisch auf Vernunft, Humanität und Individualität setze, dominiere aus den USA eine „Unterhaltungs-Kultur“, die Instinkte und Oberflächlichkeit bediene und leichter konsumierbar sei – mit fatalen Folgen für gesellschaftliche Reife und politische Urteilskraft.

Besonders alarmierend ist für Bittner die Entwicklung in Deutschland. Milliarden für Aufrüstung stünden Einsparungen bei sozialen Leistungen gegenüber. Während über Kürzungen beim Bürgergeld diskutiert werde, flössen Milliarden an Waffenhilfe. Gleichzeitig werde Russland zum alleinigen Aggressor erklärt, obwohl führende westliche Politiker selbst eingeräumt hätten, dass die Minsker Abkommen lediglich der Täuschung dienten. Eine Politik der Täuschung, so Bittner, die von Medien mitgetragen und von großen Teilen der Bevölkerung hingenommen werde.

Am Ende stellt der Autor eine unbequeme Frage: Muss das so sein? Seine Antwort ist eindeutig. Eine andere, friedlichere Ordnung sei möglich – auf Basis von Völkerrecht, kultureller Selbstbesinnung und echter Souveränität Europas. Doch dafür brauche es Aufklärung, kritisches Denken und eine Zivilgesellschaft, die sich nicht länger von Geschichtsfälschung, Angstkampagnen und moralischer Erpressung treiben lässt.

Bittners Analyse ist keine leichte Kost. Aber sie ist notwendig. Gerade in einer Zeit, in der wieder offen von „Kriegstüchtigkeit“ gesprochen wird, während Diplomatie, Geschichte und Kultur systematisch verdrängt werden.

Quelle: Wolfgang Bittner, „Die Fälschung der Geschichte und die Bedeutung der Kultur“, Globalbridge, 12.01.2026.