
Kanzler Scholz wurde bei einer Wahlveranstaltung in Falkensee, ebenso wie Ministerin Baerbock zuvor, von lauten Demonstranten ausgebuht, als Volksverräter und Kriegstreiber bezeichnet. „Frieden schaffen ohne Waffen“ tönte ihm entgegen (hier). Man kann sich vorstellen, dass Scholz nicht gerade erfreut über die „lieben Schreihälse“ – so seine Anrede – war. Er rastete aus und bescheinigte den Rufern „… wenn ihr irgendeinen Verstand in euren Hirnen hättet …“ – ja wenn, aber so war es nicht laut Scholz. Der blieb auf seinem Kriegskurs, wobei er die Alleinschuld nach üblichem Brauch dem „Putin“ zuschob.
Interessant ist die Reaktion der „Bild“-Zeitung auf den Eklat. Vizechef Ronzheimer stellte über alle Maßen erfreut fest: „Das tut gut, dafür wird er nicht nur in der Ukraine gefeiert“ und „Dieser emotionale Ausbruch hat einfach nur gutgetan“ (hier).
„Bild“ gehört fast zur Hälfte nordamerikanischen Finanztrusts, die am Krieg verdienen
Gut getan hat die Starrheit des „Scholzomaten“ zur Fortsetzung des Krieges gegen Russland nicht nur „Bild“, sondern auch den Waffenlieferanten, die wiederum zu Teilen der Hochfinanz gehören. Ihre Profite sind sky-rocketing. Der US-Verteidigungsminister war bis zu Amtsübernahme sogar im Vorstand des Raytheon-Konzerns, der neben „Patriot“- Systemen militärische Schweinereien aller Art herstellt. In der Kriegs-, Finanz-, politischen und medialen Szenerie ist man also unter sich. Aufgekaufte Medien machen die Begleitmusik kriegsfreundlich. Und das „tut einfach nicht gut“, Herr Ronzheimer.


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3 Kommentare zu „Was steckt dahinter, wenn „Bild“ den Kanzler für Ausfälle gegen Friedensforderer lobt?“