Söder und Wüst: Schneller kann sich niemand drehen

Markus Söder und Hendrik Wüst, Unions-Ministerpräsidenten von Bayern und Nordrhein-Westfalen, fordern für Deutschland einen „Energieplan“, der die Infantilisierung des Merkelismus / Scholzismus demaskiert: In einem wüsten Schwall abgedroschener Nachhaltigkeits- und Gerechtigkeitsphrasen verstecken sie eine handfeste und richtige Forderung. Die aber legt gnadenlos den chronischen Hirnriss der Unionsparteien offen. Wüst und Söder fordern mehr Gaskraftwerke (hier). Die aber gäbe es nur, wenn man dafür zusätzliches Gas hätte. Und genau gegen zusätzliches Gas aus der damals noch im Bau befindlichen Pipeline Nordstream II  ist die CSU mit ihrem Spitzenkandidaten Manfred Weber lautstark  in den EU-Parlaments-Wahlkampf 2019 gezogen, aus dem Weber als Kommissionspräsident hervorgehen wollte (hier). Weber versprach rundum in den Ländern  Brüssel-Europas, alles zu tun, um die Röhren als Ruine in der Ostsee zu versenken. Dagegen haben weder Söder noch Wüst noch sein Vorgänger Laschet etwas gesagt.

Jetzt kommen CSU-Söder & Co daher und verlangen genau das Gegenteil von dem, was ihr alter Ego und CSU-Spitzenmann seit je betreibt

Wenn jetzt Söder und sein  zumindest halbkorrupter* politischer Frischling Wüst daherkommen und so tun als hätten sie eine neue,  vernünftige Idee, so ist das schlichtweg Hochstapelei: Denn mit keinem Wort erwähnen diese Selbstdarsteller die einzige Sofortmaßnahme, die ihre Forderung durchsetzbar machen würde: Das fertig gefüllte aber nicht geöffnete Gasröhrendoppel Nordstream II in Betrieb zu nehmen. Man muss wissen, dass die Niederländer als bisherige Großlieferanten uns nur noch abnehmend mit Gas versorgen können, weil ihre Entnahmen aus dem Boden zu erheblichen Absackungen und Erdbeben im Land führen.  Die Norweger sind als Lieferanten ausgebucht und Deutschland pumpt irrwitzigerweise  Gas aus seinen leerfallenden Speichern in Gegenrichtung nach Polen (hier), weil das Land Gasverträge mit den Russen aus ideologischen Gründen beendet hat, ohne Ersatz zu sichern.

In diesem kriegsgeneigten, surreal-infantilen Umfeld fuhrwerken Politiker, die offenkundig keinen Meter mehr geradeaus sehen können. Komplettiert von einer feministischen Traumtänzerin im Außenamt, die   mit anderer Leute Waffen klappert und selbst das Zähneklappern kriegen würde, wenn ihre Scharfmacherei tatsächlich in Krieg umschlagen sollte. Würde den Russen in einer Vorstufe der Zugang zum internationalen Bankensystem gekappt, kämen die Gas-, Erdöl- und anderen Lieferungen nach Deutschland mangels Bezahlbarkeit vermutlich zum Stillstand. Dann könnte das Zähneklappern wegen ungeheizter Wohnungen und entfallender Mobilität schon früher einsetzen.

Fazit: Die gegenwärtige Politik und ihr überaus schillerndes Personal können nur noch als komplett surreal bezeichnet werden.

(* Herr Wüst verkaufte als Famulus des Ministerpräsidenten Rüttgers (NRW) Plätze nah und näher am Chef, wenn Lobbyisten eingeladen waren. Das Modell nannten die Sozialdemokraten „Rent a Rüttgers“. Der Rufschaden katapultierte seinen Chef bei der Wahl aus dem Amt und Wüst vorweg vom Posten des CDU-Generalsekretärs NRW (hier).)

1 Kommentar

  1. Ja ist denn der Herr Söter, gar ein wüster Straßenköter ?

    Das „Regierungs-Personal“ wurde vom Bodenpersonal (Pöbel) gewählt, in Kenntnis von deren „Fähigkeiten und Charakteren“. Daran sollte man immer denken, bei solchen Gelgenheiten.

    Genaugenommen ist OBEN das Spiegelbild von UNTEN.

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