Letzte Chance Le Pen!

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Marine Le Pen ©adrianhancu/123RF.COM

Die Springerpresse hetzt über Marine Le Pen als trojanisches Pferd Putins. Das war zu erwarten, nachdem deutlich wurde, dass sie mit 48,5 Punkten nur drei Punkte Rückstand auf Emmanuel Macron hat. Möglicherweise geben sich Medien und Umfrageinstitute etwas zu sicher und fürchten insgeheim am Sonntag ein böses Erwachen, wie bei der Niederlage von Hillary Clinton gegen Donald Trump oder der Wahl des britisches Premiers Boris Johnson.

Le Pen hat Wahlbroschüren, auf denen sie mit Putin abgebildet war, aus dem Verkehr gezogen, als der Krieg gegen die Ukraine begann und sie deshalb in die Kritik geriet. Reicht das aus, um die historische Chance zu verpassen?

Wenn nicht – und die Franzosen anders wählen, als die Medien vorgeben – dann wäre mit einem Sieg Le Pens das Projekt EU umgehend beendet. Die Politikerin hat nie einen Zweifel daran gelassen, dass sie EU und Euro für einen Fehler hält und einen Ausstieg Frankreichs anstrebt, sollte sie jemals die Präsidentschaftswahlen gewinnen. Ebenso kann man sich von Le Pen erwarten, dass sie nicht leichtfertig in einen Krieg mit Russland schlittern möchte und Abstand von der Kriegstreiberei der anderen NATO-Staaten nehmen würde. Gute Gründe für die Franzosen, Macron am Sonntag einen Denkzettel zu verpassen.


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