Für Netanjahu konmt der Überfall der Hamas wie gerufen. Israel ist geschwächt, die üblichen „linksliberalen“ breiten Bündnisse machen seit Monaten Druck auf die fragile rechtsgerichtete Koalition, die Gesellschaft ist gespalten wie nie. Teile des Militärs haben haben sich gegen die umstrittene Justizreform gestellt, an der sich der Streit entzündet hat. Jetzt aber muss man zusammenstehen, denn Israel erlebt die heftigsten Angriffe seit Besetzung des Gaza-Streifens.
Es gibt viele kritische Stimmen im Netz, die sich wundern, wie es die Hamas geschafft hat, Israel so zu überrumpeln. Sollten IDF und der gefürchtete Mossad wirklich keine Erkenntnisse im Vorfeld gehabt haben? Schwer vorstellbar, aber wer weiß das schon so genau? Für Politiker wie Netanjahu ist es grundsätzlich immer besser, wenn der Konflikt mit den Palästinensern nicht gelöst ist und am köcheln gehalten wird. Andererseits gibt es keine realistische Lösung. Es ist nicht alleine die HAMAS, die Israel das Existenzrecht abspricht, es sind nicht nur die Palästinenser, sondern die gesamte islamische Welt. Besonders hervorzuheben ist dabei die Rolle des Irans. Eigentlich sind sich Schiiten und Sunniten, zu denen die meisten Palästinenser zählen, spinnefeind, aber der gemeinsame Feind schafft auch hier Einigkeit. Beendet werden kann der Konflikt jedoch nur mit der bedingungslosen Kapitulation einer der beiden Seiten oder ihrer Vernichtung.
Die Bundesregierung zeigte ihre Solidarität mit den üblichen Lichtspielereien. Deutlich zu sehen sind noch die Schmierereien der „Letzten Generation“, die wie Blutflecken wirken. Das hat Symbolkraft, wie manche Nutzer bemerkten.
Wenn es gegen die AfD geht, steht „Deutschland“ mit dem Zentralrat der Juden an Israels Seite, ansonsten hat die einst von Merkel ausgerufene Staatsräson vom „Schutz der einzigen Demokratie im Nahen Osten“ keine Bedeutung mehr. Schon ihn ihrer letzten Amtsperiode zeigte sie Netanjahu immer häufiger die kalte Schulter, während der Bundespräsident dem Todfeind Iran Glückwunschtelegramme übermittelte und erhebliche Summen Fördergelder aus Bundesmitteln an die Palästinenser flossen. Diese bedanken sich alljährlich mit dem Al-Quds Tag in Berlin und anderen Großstädten, wo sie öffentlich die Vernichtung Israels und „Juden ins Gas“ fordern. So auch bei den aktuellen Solidaritätsbekundungen mit Israel.
Hat die Polizei genauso hart durchgegriffen, wie gegen Omas ohne Masken und Coronaleugner im Rollstuhl? Im Übrigen, Herr „Justizminister“, wer von Staatsräson spricht, hat bereits den Boden einer jeden freiheitlich-demokratischen Grundordnung verlassen.
Staatsräson = Grundsatz, nach dem der Staat einen Anspruch darauf hat, seine Interessen unter Umständen auch unter Verletzung der Rechte des Einzelnen durchzusetzen, wenn dies im Sinne des Staatswohls für unbedingt notwendig erachtet wird
Stecken Sie sich also ihre Staatsräson in den Allerwertesten!
Die USA schicken Kriegsschiffe, die „Hisbollah“ feuert vom Libanon auf Israel, wer weiß was morgen geschieht und welchen Profit alle Beteiligten aus der Eskalation schlagen können. Oder geht es auf den Endkampf zu? Dann stünde ein nuklearer Präventivschlag von israelischer Seite gegen den Iran zu befürchten, mit all seinen Konsequenzen.
Die Rolle der „Bundesrepublik“ ist wie gewohnt unrühmlich, dabei wäre es so einfach, sich auf eine Seite zu stellen, statt auf allen Hochzeiten zu tanzen. Die richtige Wahl wäre nicht Israel, nicht Palästina, sondern die des Rechts, des Friedens, der Wahrhaftigkeit. Zu viel verlangt für ein Land, das nicht mal die eigenen Interessen vertreten kann, darf und will.


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4 Antworten zu „Israel: Ein Krieg, der allen Seiten nutzt“