Familienpolitik: Wie glaubwürdig ist die AfD?

Zwei Spitzenfrauen – eine Meinung? Beatrix von Storch hat schon vor ihrer Zeit bei der AfD zahlreiche Initiativen teils mitbegründet, die sich für eine Rückkehr zu einer konservativen, christlichen Familienpolitik einsetzen und ist für ihr Engagement beim Marsch für das Leben bekannt, der vehement für das Lebensrecht ungeborener Kinder kämpft.

Beatrix von Storch zum Selbstbestimmungsgesetz:

Wir haben ein Problem. Diese Leute regieren das Land. Man kann schon gar nicht mehr sagen, was man denkt. Man darf ja noch nichtmal beschreiben, was man da mit eigenen Augen SIEHT! Jeder, wirklich jeder, sollte sich dieses Video der Kanzlerpartei (!) ansehen. Ich habe so gesehen Verständnis, dass die die Kommentarfunktion unter dem Video abgestellt haben

Alice Weidel zum Selbstbestimmungsgesetz:

#Selbstbestimmungsgesetz entmündigt Eltern – #AfD prüft verfassungsrechtliche Schritte! Die Bundesregierung hat sich auf das „Selbstbestimmungsgesetz“ geeinigt, das vermeintliche #Diskriminierung bekämpfen und es nicht nur Erwachsenen, sondern auch Kindern ab dem 14. Lebensjahr ermöglichen soll, einmal jährlich ihr amtliches Geschlecht sowie den Vornamen zu wechseln. Mahnende Stimmen beispielsweise dahingehend ignorierend, dass ein solches Gesetz krimineller Identitätsverschleierung Vorschub leiste, erhebt sich die Bundesregierung zum wiederholten Male nicht nur über wissenschaftliche Fakten, sondern stellt sich erneut gegen das #Grundgesetz. ‚Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die ihnen zuvörderst obliegende Pflicht‘, so lautet es in #Artikel6, den das Selbstbestimmungsgesetz ad absurdum führt. Denn widersprechen Eltern dem Wunsch ihres Kindes nach einem Geschlechtswechsel, können zukünftig Familiengerichte gegenteilig entscheiden und einen Wechsel des Geschlechtes anordnen. Schlimmer noch ist die Tatsache, dass sich die Bundesregierung einen Präzedenzfall schafft, der es zukünftig an den unterschiedlichsten Stellen möglich machen wird, staatliche Institutionen zu Erziehungsberechtigten zu erklären, wenn es den ideologischen Zwecken der Ampel dient. Die AfD prüft verfassungsrechtliche Schritte, um diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Kinder sind unser höchstes Gut, die Erziehungsrechte von Eltern haben unantastbar zu bleiben! #FrauenSagenNein #DeshalbAfD

Alice Weidels Lebensverhältnisse wollen nicht so wirklich zu einer Partei passen, die ein konservatives Familienbild vertritt. Ihre ablehnende Haltung zur „Ehe für alle“ wirft Fragen auf, denn Weidel ist bekanntermaßen lesbisch und lebt mit einer Frau in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft zusammen. Ihre Partnerin Sarah Bossard hatte sich vor zwei Jahren zur Gegenkampagne der Ehe für alle in der Schweiz jedoch anders geäußert: „Die Kampagne ist nicht nur geschmacklos, sondern geht an unserer Lebenswirklichkeit völlig vorbei.“ Sie werde bei der Abstimmung dafür stimmen.

2017 stellte der stark linksdrehende Journalist Thilo Jung entsprechende Fragen. An Alexander Gauland gerichtet: „Ist das für Sie eine Familie, die Frau Weidel hat?“

Die Antwort von Gauland, der selbst eine gescheiterte Ehe hinter sich hat, ist ausweichend, seine Lebenswirklichkeit als Vergleich zu Weidels privater Situation nicht passend. Bei konservativer Familienpolitik geht es in erster Linie darum, die natürliche Familie und natürliche Elternschaft zu stärken, nicht deren Scheitern zu verurteilen. Und nun lebt Weidel nicht nur in einer homosexuellen Partnerschaft, sondern zieht mit ihrer Partnerin zwei gemeinsame Söhne groß. Es sind aber keine gemeinsamen Söhne, zu denen das Paar auf natürliche Weise gekommen ist. Nur eine der beiden Frauen kann die leibliche Mutter sein, die andere kann nur im Rahmen einer Adoption das Sorgerecht erhalten haben. Die Adoption von Kindern im Rahmen einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft ist sicher nicht das, was man sich als konservative Familienpolitik vorstellt, da hilft auch der Hinweis von Weidel, die CDU vertrete eine ähnliche Haltung, nicht.

2013 war Merkel noch nicht so ganz für eine komplette Gleichstellung bei der Adoption.

Dagegen erscheint Weidel auch heute noch richtiggehend progressiv, wenn da nicht ihre gegenteiligen Aussagen wären und sie hinsichtlich des „Selbstbestimmungsgesetzes“ von einem „natürlichen Recht der Eltern auf Erziehung“ sprechen würde, das damit untergraben wird.

Homophobe Sprüche verletzen Alice Weidel

Auf ihre Homosexualität sei sie in der AfD nicht oft angesprochen worden. Einzelne Parteimitglieder hätten aber schon Vorbehalte gegen ihre sexuelle Orientierung und ihr Lebensmodell geäußert. „Ich muss zugeben, dass mich das auch verletzt“, sagte Weidel der Zeitung (Weltwoche, Anmerkung der Red). In der AfD sei so eine Haltung aber „nicht hoffähig“.


abendzeitung-muenchen.de

Was nicht passt wird passend gemacht…

Welches Familienbild verfolgt die AfD?

„Wir unterstützen es, wenn Menschen traditionelle Geschlechterrollen leben“: In dem Programm gibt sich die AfD als Hüterin traditioneller Familienbilder. Das Recht auf Abtreibung will sie weitgehend einschränken auf „absolute Ausnahmen“ – etwa aus medizinischen Gründen oder bei Vergewaltigungen.

Die Ehe für alle lehnt die AfD ab, fordert aber auch „Respekt“ für „andere Formen des Zusammenlebens als die Ehe zwischen Mann und Frau“.

t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_100215000/afd-wahlprogramm-gegen-globale-eliten-und-homo-ehe-und-fuer-moskau.html

Ich erinnere daran, so hat die Union auch mal angefangen und trotz der Vorbehalte von Merkel (Video oben) wurde die gemeinsame Adoption eines fremden Kindes durch homosexuelle Paare ab 1. Oktober 2017 rechtlich ermöglicht. Wer das ablehnt, ist bei der AfD an der falschen Adresse.

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