Endlich: Die neue deutsche Nationalhymne

Ein Kommentar von Dr. Josef Thoma, Berlin

„Edle Herrn und wohlgeformte Damen“

So begrüßte einst der unvergessene Kabarettist Hans Dieter Hüsch seine Zuhörer weiblichen und männlichen Geschlechts. 

Er hatte einfach Glück, denn da gab es Lisa Pau und ihr Bundesamt für  Denuntiation und Petze noch nicht. 

Heute würden sich ob solch eines antifeministischen und queerfeindlichen  Humors innerhalb der der deutschen Rumpfjustiz sicher ein Staatsanwalt und eine richterliche Fessel-Fetischisten finden, die noch während der Vorstellung eine bühnenreife Hausdurchsuchung mit  SEK-Hundertschaft, Fußfesseln und Blendgranaten zum Besten gäben. 

So also das Vorgehen bei wirklich ernsten Verbrechen.

Bei kleinen Vergehen läßt man verständlicherweise Gnade walten oder wie für das folgende im heutigen Deutschland zutreffender: 

Bei verständlichen Vergehen läßt man kleine Gnade walten

Und genau das trug sich 2020 im Fall der Bianca Deubel zu:

Im Jahr des Herrn 2018 verlieh  die damals 41-jährige hessische Lehrerin öffentlich ihrem sehnlichen Wunsche Ausdruck, alle AFD´ler mögen in die Gaskammer geschickt werden. Um zu verhindern, jemand möge das für einen lediglich unbedacht dahingesprochenen  Scherz halten, legte sie später in einer Twitternachricht an die ehemalige Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach nach: 

„Ich freue mich schon wenn ich auf Ihrem Grabe tanzen kann.“

Nach zwei Jahren einigten sich das Amtsgericht Gießen, die Staatsanwaltschaft und die Holocaust-Imitatorin darauf, das Verfahren gegen die Kommunalpolitikerin der Linkspartei einzustellen: Genossin Deubel, so hieß es, sei schließlich nicht vorbestraft, die Tat ja schon Jahre her.

Bei schwerwiegenderen Straftaten ist solche Milde im derzeitigen deutschen Justiz-Torso nicht vorgesehen:

Ich zitiere aus einem Nachrichtenportal NIUS:

-Ein 26-jähriger Informatik-Student aus München äußert sich im Jahr 2022 auf Twitter über die Corona-Maßnahmen. Bernhard D. beschwerte sich darüber, dass er wegen der strengen Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie seine Oma nicht besuchen darf. Er wollte ihren 90. Geburtstag mit ihr feiern, wurde aber von den Pflegern darauf hingewiesen, dass seine Großmutter wegen eines Corona-Falls das Haus nicht verlassen darf. Wütend schreibt er in einem der Tweets: „Ich kriege das absolute Kotzen bei diesem Drecksstaat und jeder einzelnen Person, die dieses menschenverachtende System unterstützt.“-

Nach fast einjähriger, alle Ressourcen beamteter Intelligenz bis zur Neige ausschöpfender Ermittlungsarbeit wurde der Student zu einer Geldstrafe von 1500 Euro nebst Übernahme von Gerichts- und Anwaltskosten verurteilt. 

Selbst regierungsnahe Medien reagierten seinerzeit mit Unverständnis auf diesen Strafbefehl: Deutschland als „Drecksstaat“ zu bezeichnen sei in der Tat zu undifferenziert, in Wahrheit müsse es, angesichts der erdrückenden Beweise lauten: „Schurkenstaat“. 

Die wirklich schweren Straftaten allerdings harren noch ihrer Verurteilung:

Da beendete der Vorsitzende der thüringische AFD Fraktion und möglicherweise nächste thüringische Ministerpräsident Björn Höcke eine Rede im sachsen-anhaltinischen Merseburg tatsächlich mit den drei Worten, und zwar genau in dieser Reihenfolge:

 „Alles für Deutschland“.

Die Staatsanwaltschaft Halle hat nun in keine Mühen scheuender akribischer Kleinarbeit herausgefunden, daß eben diese drei Worte  in der absolut gleichen Reihenfolge bereits im Deutschland zwischen 1933 und 1945 in stetem Gebrauche waren: zu Hause in den Familien, wenn die Kinder zu staatstragendem Verhalten erzogen werden sollten, auf Studentenfesten, wenn man sich seiner Heimatliebe versichern wollte, auch in der nationalsozialistischen SA und an unzähligen anderen Orten zu unzähligen anderen Zeiten wahrscheinlich schon seit Ausrufung des deutschen Reichs 1871.

Alles für Deutschland – weil ich Deutschland, weil ich meine deutsche Heimat liebe,  über alles liebe: Genau so hat es  auch Hoffmann von Fallersleben mit der ersten Strophe des Deutschlandlieds, die da lautet „Deutschland, Deutschland über alles“, gemeint. 

Den Staatsanwälten von Halle und ihren politischen Befehlsgebern sind Liebeserklärungen dieser Art offenbar fremd. Wenn ein Freund seiner Freundin gesteht: Alles für Dich, denn ich liebe Dich über alles, so ist das nach regierungsamtlicher Eingebung der Halloren-Staatsanwälte offenbar nichts anderes als der Aufruf zum Massenmord, nämlich an allen anderen, die besagter Freund eben nicht so ausschließlich liebt wie seine Angebetete.

Damit Sie mich richtig verstehen:

Im allgemeinen achte ich die Arbeit der vielen Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte hoch. Nach bestem Wissen und Gewissen versuchen die meisten von ihnen, den täglichen Herausforderungen und Zumutungen, die ihr Beruf ihnen abverlangt, gerecht zu werden. Und den wegen seines mutigen Eintretens für das Kindeswohl verurteilten Weimarer Familienrichter Christian Dettmar würde ich ohne zu zögern in den Kanon der Heiligen aufnehmen.

Bei anderen denkt man wiederum an den Ausspruch des berühmten 

deutschen Schriftsteller Ludwig Thoma, der über einen Vorgesetzten dereinst urteilte: 

„Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstande!“

Ich jedenfalls verstehe den Merseburger Satz von Björn Höcke als eine hingebungsvolle Liebeserklärung an seine deutsche Heimat derer sich wir Deutschen, die wir in voller Absicht in unserem eigenen Land in die Minderheit gedrängt werden sollen, nicht schämen müssen.

Aus eben jenem Grunde möchte ich anstelle der vom Merkel-Regime installierten Nationalhymne „Zurückverwandelt in Ruinen“ eine neue deutsche Nationalhymne vorschlagen. Ich habe dazu lediglich die erste Strophe der von Fallersleben´schen Hymne ein wenig angepaßt:

Deutsche Staatsanwälte und Richter singen sie,

Berliner und thüringische Abgeordnete singen sie,

Selbstbewusste Bürger singen sie:

Deutschland, Heimat, über alles

über alles in der Welt,

dass sie stets zu unserm Schutze brüderlich zusammenhält.

vom Oderfluß bis an den Rheine,

von Bergeshöhn` mein Herz vermeldt:

Deutschland, Heimat, über alles

über alles in der Welt


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Kommentare

Eine Antwort zu „Endlich: Die neue deutsche Nationalhymne“

  1. Bravo für diese Kommentar !

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