Deutschsprachige Kinder in Polen sind die Opfer

Mehr als 200.000 Bürger Polens sprechen zu Hause Deutsch. Doch die Kenntnis der deutschen Sprache zu vermitteln, beginnt zunächst in der Schule. Doch der deutsche Sprachunterricht in Polen ist derzeit mehr als gefährdet.

Sprache erzeugt kulturelle Identität.

Es liegt jedoch im ureigensten Interesse beider Staaten, die Pflege der deutschen Sprache zu fördern, wird doch damit auch die Stabilität der deutschen Volksgruppe und somit die Polens gestärkt. Deutschstämmige, die gut und gerne in Polen leben, betrachten Polen als deren Vaterland. Und das ist auch gut so. Sprache ist an sich ein kultureller Schatz, der nicht gefährdet werden darf. Kultur bedeutet Stabilität, Ordnung und auch Heimat.

Am Gelde darf es nicht liegen.

Die polnische Regierung hat eine Kürzung der Finanzhilfen für den muttersprachlichen Deutschunterricht beschlossen. Sie begründet ihr Vorgehen damit, dass Deutschland seine Zusagen aus dem deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag (VNfZ) nicht einhalte.

Die Kürzung ist ein weiterer Tiefpunkt für die deutsch-polnischen Beziehungen. Die deutsche Minderheit hat nun ein wirkliches Problem, weil es der Bundesregierung und ihrem polnischen Verhandlungspartner nicht gelungen ist, diesen Konflikt gütlich beizulegen. Zehntausende Kinder der deutschen Minderheit werden jetzt weniger Unterricht in ihrer Muttersprache erhalten. Die gegenseitige Garantie des muttersprachlichen Unterrichts ist ein Kernbestandteil des deutsch-polnischen Vertrages über gute Nachbarschaft.

Hat unsere Regierung schlecht verhandelt?

Die Antworten der Bundesregierung auf unsere hierzu gestellte Anfrage sind unzureichend. https://dserver.bundestag.de/btd/20/014/2001419.pdf

Der parlamentarische Geschäftsführer der AfD, Dr. Götz Frömming, erklärte:

Wir fordern die Bundesregierung auf, auf die polnische Seite zuzugehen, damit nicht am Ende die Kinder die Leidtragenden dieses politischen Konfliktes sind. Das deutsch-polnische Verhältnis darf keinen weiteren Schaden nehmen.


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2 Kommentare

  1. „Es liegt im urgeinsten INTERESSE beider Staaten….“
    Wirklich ? Wir hatten sowas doch schon einmal…..
    Man kann nur hoffen, dass das nicht wieder eskaliert.
    Hier zeigen sich die Spannungen, die in den letzten Jahren aufgebaut wurden (Stichworte Migration, Rechtsstaatsverletzungsverfahren, Ukraine, etc.)

    Ausbaden müssen es wie immer die Schwächsten: KINDER !

    Sollte es an Geldforderungen der Polen liegen, darf unsere reGIERung nicht kleinlich sein. Sie kann ja 100 Panzer weniger an die Ukraine liefern, zwecks Gegenfinanzierung. Dann passt das perfekt , und die Kinder erhalten einen angemessenen Unterricht.

    1. Unsere Regierung schert sich doch einen Scheiss um die Deutschsprachigen und Deutschen, egal ob sie in Polen, Deutschland oder anderswo wohnen !

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