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Brasilien vor dem Links(p)rutsch

Lula da Silva (Mitte) / Foto via Flickr WEF – (CC BY-NC-SA 2.0)

Am 30. Oktober gehen der amtierende Präsident Jair Bolsonaro und sein Herausforderer, Ex-Präsident Lula da Silva in die Stichwahl. 2018 standen sich die beiden schon einmal als Kandidaten im Ringen um die Präsidentschaft gegenüber. Lula wurde allerdings kurz vor den Wahlen wegen Korruption zu insgesamt 12 Jahren Haft verurteilt. Bolsonaro gewann damals und wurde als Südamerika-Trump beschimpft. Weltweite Unterstützung fand nur der inhaftierte da Silva, unter dessen zwei Amtszeiten zuvor Brasilien keinen Wandel zum Positiven erfuhr. Organisierte Kriminalität, Drogen- und Menschenhandel, eine entsetzlich hohe Mordrate und allgegenwärtige Korruption halten das Land nach wie vor im Würgegriff.

Doch es kam, wie es kommen musste. Nach mehr als 500 Tagen in Haft, konnte Lula seine Freilassung erwirken und wird seither noch mehr als Held gefeiert. Alle Urteile, die zu seiner Inhaftierung führten, sind inzwischen aufgehoben. Somit war der Weg für den zweimaligen Ex-Präsidenten frei, zu den diesjährigen Wahlen aufzulaufen. Bolsonaro galt zwar als Favorit, doch Lula hat als Chinas Wunschkandidat vielleicht die Nase vorne und kann sich nochmals an die Spitze des Landes setzen. Der weltweite Jubel aller Linken wäre ihm trotz der vielen dunklen Flecken auf seiner gar nicht so weißen Weste sicher. Für die USA schwinden mit einem Linksrutsch in Brasilien die Chancen auf Einflussnahme im südlichen Teil des Kontinents immer mehr dahin.

Kommentare

2 Antworten

  1. Avatar von Rumpelstilzchen
    Rumpelstilzchen

    Nun, die WEF-NWO-Kabale schläft bekanntlich nicht. Bolsonaro war/ist ihnen bekanntlich ein Dorn im Auge.

    Was läge da näher, als ein Putsch ? Wir dürfen gespannt sein. Das hätte sicherlich auch Auswirkungen auf die BRICS.

  2. Avatar von Hajo Blaschke
    Hajo Blaschke

    Ich bezweifle, dass Lula der Wunschkandidat von China ist. China ist garantiert nicht an korrupter Personage interessiert. Brasilien ist Mitglied von BRICS und diese Organisation am wirtschaftlicher Prosperität interessiert.