Bauskandal um Kölner Oper weitet sich aus – zwölf Jahre Sanierung

Die Fertigstellung der Kölner Bühnen, die derzeit saniert werden, verzögert sich nach Informationen des “Kölner Stadt-Anzeiger” (Freitag-Ausgabe) erneut um rund drei Monate. Statt am 22. März 2024 sollen Oper, Schauspiel, Kleines Haus und Kinderoper erst Ende Juni komplett saniert und umgebaut sein. Das erfuhr der “Kölner Stadt-Anzeiger” von mehreren mit dem Vorgang Beschäftigten. Ende Oktober hatte der Projektsteuerer bereits den 22. März als Termin als “gefährdet” eingestuft, weil das Tempo auf der Baustelle nicht hoch genug sei.

Durch die Verzögerung sollen dem Vernehmen nach auch die Ausgaben nochmals steigen, berichtet die Zeitung weiter. Zuletzt waren die Baukosten mit bis zu rund 682 Millionen Euro angegeben worden. Am Donnerstag war die Rede von einer vergleichsweise moderaten Steigerung angesichts der Gesamtkosten. 2012 hatte die Stadt die Kosten auf 253 Millionen Euro geschätzt. Inklusive der Mittel für Kredite und Interimsspielstätten hat das Großprojekt mittlerweile die Milliarden-Euro-Grenze geknackt.

Ein Bühnen-Sprecher sagte der Zeitung am Donnerstag: “Über Kosten und Termine informieren wir turnusgemäß die Gremien und die Öffentlichkeit zeitgleich mit dem Monatsbericht am Monatsende. Der Monatsbericht Oktober wird voraussichtlich morgen veröffentlicht.” Man bitte um Geduld. Durch die erneute Verlängerung der Bauarbeiten wird die Zeit bis zur Fertigstellung insgesamt mehr als zwölf Jahre betragen.


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Kommentare

Eine Antwort zu „Bauskandal um Kölner Oper weitet sich aus – zwölf Jahre Sanierung“

  1. Rumpelstilzchen

    Die übliche Melange von Korruption, Filz, Größenwahn und absoluter Inkompetenz.

    Am Ende ist immer der geplünderte Steuerzahler der Gelackmeierte.

    Und sollte dieses Glanz-und Gloria-Projekt eines Tages dann doch noch “fertiggestellt” werden, wird es – nicht zuletzt infolge der fortschreitenden Shitholeisierung der Stadt – nicht lange dauern, bis alles wieder heruntergekommen, versifft und verdreckt ist.