Auflösung des Fraktionsstatus der Linkspartei – Ein überfälliges Ende von Life-Style, Political Correctness und marktwirtschaftlicher Selbstverwirklichung

Die Auflösung der Fraktion der Linkspartei im Deutschen Bundestag durch Dietmar Bartsch zeigt nur, dass der Verfall einer ehemals linken Opposition durch permanentes Selbstverschulden dort gelandet ist wo sie hingehört, auf den Misthaufen der Geschichte. Man muss dabei nicht unbedingt Freude aufkommen lassen, aber das Ereignis zeigt, dass das gesamte politische Farbenspektrum der Republik Erleichterungen verspürt, langjährige Rosstäuscherei und Selbstbetrug nun endlich zu einem überfälligen Ende kommen wird.

Allerdings ist es notwendig sich mit den tieferen Ursachen dieses Zusammenbruchs zu befassen und zu fragen, wann hat der Prozess angefangen? „Solange nämlich die Systemkrise noch nicht manifest geworden war, beschäftigte sich die Linke ganz ausdrücklich mit Krisentheorie und mit der Kritik der Politischen Ökonomie“. (Robert Kurz 1994). Radikale Systemkritik schien selbstverständlich zu sein. Diese kritische Parteinahme zu den Zuständen in den westlichen Gesellschaften schwächte sich mit Beginn der 1980er Jahre langsam ab, um nach dem Zusammenbruch des realsozialistischen Sozialismus sich völlig zu entradikalisieren. Mit eilenden Schritten erfolgte nun die Hinwendung zu marktwirtschaftlichen Orientierungen westlicher Gesellschaften. In seinen konkreten Auswüchsen zeigte sich dies in der völligen Verabschiedung von ihrem jahrzehntelang gehegten und gepflegten politischen Subjekt, „Abschied vom Proletariat“ (Andre Gorz, 1980) wurde zur Pflichtlektüre. Dies trotz steigender Arbeitslosigkeit und zunehmender Massenarmut unter den einheimischen Bevölkerungen in den westlichen Gesellschaften. Man muss hier fragen ob dies die Retourkutsche dafür war, dass dieses Proletariat einfach nicht bereit war den vorausgesagten Heilversprechungen zu folgen? Man konzentrierte sich von nun an, mehr und mehr auf die zu uns strömenden neuen Fremden, den „Verdammten dieser Erde“ (Franz Fanon). Da Heerscharen aus allen Herren Länder kamen entdeckte man die Formel des „Multikulturismus“, die schnell zur herrschenden und verpflichtenden Geisteshaltung erhoben wurde. Mit medialer Unterstützung wurde sogar eine Unterwerfung unter diesen Unsinn von den immer noch vorhandenen, in prekären Beschäftigten arbeitenden Deutschen, gefordert. Die Volksverdummung nahm ihren Anfang und man hoffte, dass die dahintersteckende Strategie den vermeintlich ungebildeten Dummen nicht auffallen würde. 

Flankiert wurde diese Entwicklung auch von der Verabschiedung von jeglicher Theoriebildung, zu den immer noch vorhandenen Klassenunterschieden in kapitalistischen Gesellschaften. Das Ergebnis war die völlige Kritiklosigkeit an den nun folgenden politischen Veränderungen, wie den schröderschen menschenfeindlichen Arbeitsmarktreformen (Hartz IV), Grenzöffnungen für alle, Corona-Maßregelungen, Klimahysterien und deren Unwahrheiten. Man übte den Schulterschluss mit der Gleichschaltungspolitik der anderen politischen Parteien. Man wollte ab sofort dazu gehören. Dies nicht nur am Katzentisch, sondern in umfassender medialer Präsenz. Der Anpassung an das inzwischen von Allen akzeptierte Gesamtkunstwerk der Selbstverwirklichung in passendem Design machte es erforderlich, sich auch im eigenen Auftreten und seinem Outfit, persönlich zu designen, indem man „dezidierte Verschwendungssucht und Champagnerfreundlichkeit“ (Theodor W. Adorno) an den Tag legte. Fun und Spaß wurde zu einer alltäglichen „Ästhetik der Existenz“ (Michel Foucault) erkoren, ohne die“ großen und kleinen Strukturen“ anzugreifen und aufheben zu wollen. Ereignissen, wie die infantile „Love Parade“ galten von nun an als Lichtpunkte der Unbeschwertheit, bei der man unbedingt eigene Flagge zeigen muss.

Man traf sich in einer ausgelassenen Feierlaune auf derartigen Life-Style Events mit den Vertretern des gesamten politischen Blockparteien-Spektrums um den nächsten Koalition Vertrag auf den Weg zu bringen. Durch derartige Prinzipienlosigkeit ist wohl dem Letzten klar geworden, dass man dafür eine Linke nicht mehr braucht. Ihr endgültiges Verschwinden erscheint deshalb zwangsläufig, eine Neugründung einer „anderen Linkspartei“ ist überflüssig und führt dazu, dass sich die Geschichte ausnahmsweise hierbei wiederholen wird.


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Kommentare

9 Antworten zu „Auflösung des Fraktionsstatus der Linkspartei – Ein überfälliges Ende von Life-Style, Political Correctness und marktwirtschaftlicher Selbstverwirklichung“

  1. Ralf.Michael

    Wenn ich Leute wie diesen Bartsch nur sehe, schwillt mir sofort der Kamm. Ich muss dann aufpassen, nicht die Contenance zu verlieren.

  2. Man muß keine Freude aufkommen lassen, daß die Mauerschützen weg sind? Ich denke schon. Dieser “Nachfolgerpartei”, einer Art linken DRP also, hätte von Beginn an das ergaunerte Vermögen entzogen gehört, um es an ihre Opfer verteilen zu können. Zum Glück ist jetzt bald Schluß, darauf kann man schon mal einen heben.

    1. schön dre reihe nach… klappt doch mit dem entsorgen der polit- idioten
      afd und alles wird ok….

  3. Kein wirklicher Arbeiter wird dieser “Linkspartei” auch nur eine Träne nachweinen. Wie schon richtig bemerkt, haben die heutigen Vertreter dieser Partei mit dem Proletariat nichts mehr im Sinn. Früher war das verdienst der Linken, gewisse Missstände in dieser Gesellschaft offen anzuprangern. Mittlerweile haben sie sich im System des ehemaligen Klassenfeindes total eingenistet, genießen dessen Vorzüge wie auch die “Volksvertreter” der anderen Parteien zur genüge.
    Im Grunde begann die Abkehr der Linkspartei vom Proletariat spätestens in den 60ern. Schon zu diesem Zeitpunkt war das ganze Geschwätz vom Sozialismus nur noch elende Phrasendrescherei, lebten die Politbonzen in einem “sozialistischen” Schlaraffenland, während das Volk infolge der Mangelwirtschaft zu Meistern der Improvisation wurde. Vor diesem Hintergrund dürfte es auch keine Überraschung sein, dass sich unmittelbar nach der “Wende” stramme ehemalige SED-Funktionäre problemlos im Kapitalismus einlebten, es in wenigen Jahren bis in Regierungskreise schafften.
    Ob eine “neue” Linkspartei nötig ist, vermag ich nicht zu sagen. Es gibt den schönen Spruch, dass der Adler zwei Flügel braucht, um fliegen zu können. Eine linke Partei, welche sich wieder auf ihre Wurzel beruft, wäre zumindest ein Dorn im Fleisch der Alt-Parteien. Fakt ist jedoch, dass in der gesamten deutschen Politszene kein einziger Vertreter wäre, der imstande oder auch nur gewillt ist, diesen Weg einzuschlagen. Führt er doch weg von den Fleischtrögen der Macht hin zu einer mühevollen Kleinarbeit unter den Massen, welche über Jahrzehnte gewollt gemieden (um nicht zu sagen verraten) wurden.

    1. Peter Backfisch

      Danke für diesen kompetenten Kommentar.

  4. Nero Redivivus

    Ein verwirrendes “Zitat des Tages” (bei COMPACT – am Dienstag, den 14. November 2023) aus dem Netz der Fangnetze des Internetzes – nicht von einem Politiker von gestern, sondern vom “Hoffnungsträger Donald” von heute: “Wir werden die Kommunisten, Marxisten, Faschisten und linksradikalen Gangster ausrotten, die wie Ungeziefer in den Grenzen unseres Landes leben …” 
    “Ungeziefer oder Geziefer”: Das ist die Frage! Und diese klingt bedenklich wie ein Echo aus jener Vergangenheit, in welcher sich ein gewisser Herr Adolf mit seinen Parteigenossen mit einer solchen “Frage” zu beschäftigen hervortun wollte! 
    Wer jedoch andere Menschen zu Unmenschen und/oder zu Tieren degradiert, begibt sich selbst auf ein geistig vermintes ewiggestrig historisierendes Beton-Argumentationsniveau – so wie etwa Grünen-Mitglied und Beethoven-Tastenvollstrecker Igor Levit, der über AfD-Wähler meinte, diese seien “keine Menschen”. So mutieren angeblich Linksradikale im Geiste allzu rasch zu denjenigen, die sie bekämpfen wollen: Und dies dürfte ebenso umgekehrt gelten!
    (H)EILMELDUNG betr. Beethoven-Vollstrecker, Grünen-Mitglied und Linkspianist Igor Levit: “Auf Initiative von Igor Levit lädt das Berliner Ensemble unter dem Titel ‘Gegen das Schweigen. Gegen Antisemitismus.’ zu einem Solidaritätskonzert mit zahlreichen Künstler:innen auf die Bühne des Großen Hauses ein. Neben Igor Levit treten an diesem Abend u.a. Wolf Biermann, Michel Friedman, Dunja Hayali, Cosima Soulez Larivière, Luisa Neubauer, Ulrich Noethen, Sven Regener, Maria Schrader und Katharina Thalbach sowie weitere Gäste auf, um mit Musik und Literatur gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus und Hass zu setzen.” – “Gegen das Schweigen. Gegen Antisemitismus. berliner-ensemble”: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/gegen-das-schweigen-gegen-antisemitismus

  5. Rumpelstilzchen

    “Allerdings ist es notwendig sich mit den tieferen Ursachen dieses Zusammenbruchs zu befassen und zu fragen, wann hat der Prozess angefangen?”

    Dass die Mauermörder-Partei kurz vor ihrer finalen Beerdigung steht, ist durchaus mit Genugtuung zur Kenntnis zu nehmen, auch wenn damit für die Bürger in keinster Weise irgendwelche Verbesserungen verbunden sind.

    Der Untergang der Mauermörder-und Schießbefehl-Kolchose der Marke “Honecker und Mielke” hat – zumindest auch – ihre tiefere Ursache darin, dass diese “Salon-Bolschewiki” bei den “Großen” mitspielen wollten (im globalistisch-faschistischen Sandkasten), was zu einer Entfremdung der Partei von ihrer ursprünglichen Basis und den ursprünglich – zumindest vorgeblich verfolgten – “bolschewistischen Werten” geführt hatte.

    Das FdJ-Anschela würde mutmaßlich sagen: JETZT SIND SIE HALT MAUSETOT !

    Allerdings nicht ganz: Das Sarah, das Mohammed und das Ali stehen bekanntlich schon in den stalinistisch-globalistischen Startlöchern.

    Totgesagte leben manchmal bekanntlich länger.

    1. aller anfang war vertuscht..
      aller ende war vorhersehbar… und eingetroffen..
      weiter so gibt noch mehr politversager…die honorarfrei entsorgt gehören…

  6. Eine nutzlose Kartellpartei, möglicherweise ein Tick besser als die grünen Kinderschänder.