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Agrardiesel: Subvention trotz Protesten gestrichen – war alles nur Theater?

Um es gleich vorweg zu sagen: Jein! Gelenkte Proteste, wie sie sich Gustav Le Bon und Machiavelli nicht besser hätten ausdenken können, dienen seit jeher dem Erhalt der Machtstrukturen. Doch der Krug geht nur solange zum Brunnen, bis er bricht. Der Bauernverband, bestens vernetzt mit den alten politischen Seilschaften, was grundsätzlich keine Sünde, sondern eher Notwendigkeit ist, agiert nicht anders, als die großen Gewerkschaften. Das Fußvolk wird ein wenig aufgewiegelt, bis der erste Zorn verpufft ist, Großdemos und Streiks muten an wie militärische Manöver, die das Gefühl vermitteln „denen haben wir es aber gezeigt“ – nichts weiter als eine Illusion. Dann wird am Ende mit ganz kleinen Zugeständnissen doch durchgesetzt, was auf dem Plan stand. So geschehen am gestrigen Montag, dem 8. Januar 2024.

Ein Generalstreik war das nicht, denn mit einem Tag Dauer kann die Politik bestens leben. Generalstreik ist immer, jeden Tag, wenn man es wirklich ernst meint und das Spiel nicht mehr mitmacht. Die vereinte Propagandapresse hat sich mächtig ins Zeug gelegt, viel mehr noch als zur Zeit des Widerstands gegen die Corona-Maßnahmen, um die Proteste zu diskreditieren. Die Angst muss groß sein, dass etwas schief läuft. Und der Plan ist nicht aufgegangen. Jetzt sind wieder Tausende mehr dazu gekommen, die ihren ganz persönlichen Generalstreik durchexerzieren, sich verweigern, wo es nur geht und ansonsten Dienst nach Vorschrift leisten. Nicht nur unter den Bauern, auch innerhalb des Staatsapparats, in Justiz und Polizei, ist bei manchen der Groschen gefallen, dass dieses politische System nicht mehr zu retten ist. „Unser Land wird sich ändern“, hat mal eine nicht so große Geistin gesagt und sie hatte recht damit. Den Ideologen läuft die Gefolgschaft davon, wie immer, wenn es erst um die Butter und dann ums Brot geht. Der Geist ist aus der Flasche, wehe dem, der versucht, ihn wieder einzufangen. Mit Tricks wie aus 1001 Nacht wird das nicht mehr gelingen.



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Kommentare

  1. Dermaßen große und von vielen verschiedenen Gruppen getragenen Proteste, wie wir sie spätestens seit gestern sehen, verselbständigen sich meist relativ rasch, denn – anfangs noch unausgesprochene Probleme, die den Menschen schon lange unter den Nägeln brennen – gibt es bekanntlich wie Sand am Meer und diese kommen dann peu a peu ebenfalls auf die Tagesordnung.

    Von daher kann man nur hoffen, dass die “Lenkungsbeauftragten” von Bauernverband & Co. recht schnell die Kontrolle verlieren und die Menschen ihre ELEMENTAREN Interessen von niemandem mehr relativieren oder gar komplett diskreditieren und eliminieren lassen.

    Wenn der Geist mal aus der Flasche ist, kann GROSSARTIGES daraus erwachsen.

    ALLEZ les ALLEMANDS!

  2. Ich will in diesem Zusammenhang noch auf ein anderes und ERHEBLICHES Problem aufmerksam machen:

    AUF1-Chef Magnet war gestern in München, um sich vor Ort die Aktionen anzusehen und mit den Leuten zu sprechen.

    In diesem Zusammenhang stellte er vielen anwesenden Bauern und anderen Beteiligten – von jung bis älter – die Frage, ob sie das WEF kennen würden und schon einmal vom GREAT RESET gehört hätten?

    Die Antwort war – durch die Bank – verneinend !!

    Das ist – angesichts jahrelanger Berichterstattung in den alternativen Medien – mehr als bemerkenswert.

    Wie es demnach um den – vielbeschworenen – “Aufwachprozess” bestellt ist, ist jedenfalls höchst fraglich.

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  3. Ist es nicht merkwürdig, daß die Todesnachricht von Franz B. genau passend gestern nachmittag, vor den Abendnachrichten gebracht wurde. Das nahm den Bauern viel Wind aus den Segeln. Gestorben ist er nämlich schon am Sonntag….

  4. Raubzug auf Kosten der Beitragszahler: Ampel plündert Arbeitslosenversicherung
    Um das Loch im Bundeshaushalt zu stopfen, will die Ampel-Koalition auch die Arbeitslosenversicherung anzapfen. Über fünf Milliarden Euro will sie daraus umschichten. Damit zweckentfremdet sie Sozialbeiträge Beschäftigter, während der Rüstungsetat weiter wächst.

    https://freedert.online/meinung/192085-ampel-pluendert-arbeitslosenversicherung-um-haushaltsloch-zu-stopfen/

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