Zum Inhalt springen

One Love ist die Hymne der Homophoben, nicht gewusst?

Den Song kennen wir alle. Und natürlich darf er nur von einem Original-Rastafari gesungen werden, alles andere wäre kulturelle Aneignung. Aber dazu gleich mehr, jetzt erst mal das schöne Lied anhören, dann geht es weiter.

Bob Marley wurde übrigens erst durch einen weißen Musiker zum Superstar. Eric Clapton hatte Gefallen an „I shot the sheriff“ und machte Bob Marley mit seiner Coverversion über Nacht weltweit bekannt. Der Siegeszug des Reggae war nicht mehr aufzuhalten und durch seinen frühen Krebstod wurde Marley schnell zur Legende und gilt bis heute als Übervater der Rastafari-Musik.

Wenn sich dann Woke-People über weiße Musiker mit Rastalocken echauffieren, dann offenbart das vor allem ihren mangelhaften Bildungsstand, denn kulturelle Aneignung – ich würde eher von Austausch sprechen – ist erstens keine Einbahnstraße und Musik als Sprache der Seele ist zweitens das perfekte Medium dafür. Den Reggae-Musikern ist es doch auch egal, dass sie auf Instrumenten des weißen Mannes Musik machen. Und dass sie europäische Tonleitern, ebenfalls von weißen Männern entworfen, benutzen und sich an den 440 Hertz Standard-Kammerton halten. Lediglich ihre Rhythmen sind jamaikanisch und das wovon sie singen hat mit ihrer Rastafari-Religion zu tun. Aber was ist dieses Rastafari-Gedöns überhaupt?

Die Bewegung entstand vor gut einhundert Jahren, ist also mitnichten eine Jahrtausende alte Tradition, schlimmer noch, sie gründet auf dem Christentum, jener Religion, die der weiße Mann ihnen gebracht hat. Wie passt denn das zusammen? Da wird man kolonialisiert, versklavt und unterdrückt, hasst alle Weißen und nimmt dann ihre Religion an? Ich fasse mich kurz. Es gab da eine Prophezeiung eines jamaikanischen Politikers von der Krönung eines schwarzen Königs, den man in Haile Selassie, dem letzten Kaiser von Abessinien – heute Äthopien – zu erkennen glaubte. Er sah sich selbst als Nachfolger Salomos und gilt bei den Rastafari als Messias, mit dessen Ankunft alle Schwarzen befreit würden. Ein Militärputsch machte 1974 seiner Herrschaft und seinem Leben ein Ende, Äthiopien versank in Hungersnöten, Chaos und noch schlimmerer Diktatur.

In der Pop-Kultur mit den bunten „One-Love“ Armbinden spielt das alles keine Rolle. Alle Menschen sind Kinder Gottes, darf Bob Marley weiterhin trällern, alle haben sich dolle lieb und wer was anderes sagt oder singt oder nicht mitsingt und keine Binde trägt, sich nicht bückt oder keine Federboa in den Hintern stecken will, ist Nazi.

Müssten unsere „Neu-Woken“-Fußballfans nicht regelmäßig auf dem Tisch tanzen, wenn sie weiter erführen, wie homosexuellenfeindlich die Rastafari-Bewegung sein soll und das mit der Bibel begründet? In Schwulitäten bringt der über jeden Zweifel erhabene „deutschlandfunkkultur“ alle Verteidiger der Reggaemusik. Hier eine kleine Kostprobe:

Homophobie ist nicht nur tief verwurzelt in der jamaikanischen Kultur, Homosexualität steht dort auch offiziell unter Strafe. Der auf Jamaika traditionell ausgeprägte Männlichkeitswahn tut sein Übriges zu dem gefährlichen Gemisch aus Sexismus und Schwulenhass, das die Mentalität in der Reggaeszene bestimmt. Homophobe Lieder und Texte, die sogenannte „Murder Music“, gehören hier zu dem, was von den Musikern bei jedem Auftritt erwartet wird. Je aggressiver, desto besser. 

„deutschlandfunkkultur“

Nun gut, die Reggaemusiker haben kein Patent auf „One-Love“, jeder kann davon schwafeln, doch gerade bei der etwas älteren Generation, die Bob Marley noch zu seinen Lebzeiten im Radio gehört hat, wozu auch Fancy Nancy gehört, ist die Assoziation mit dem Welthit von Bob Marley durch die Binde geradezu vorprogrammiert. Ich finde, unter diesen Umständen ist es das Gebot der Stunde, auf solche Gesten zu verzichten, um keinerlei Missverständnisse aufkommen zu lassen, oder? Denkt euch was Neues aus und seid ehrlicher. Wer von love schwurbelt, meint meistens Sex. Singt doch „One Hole“, zu Deutsch: Ein Loch! und jeder weiß, was gemeint ist.


Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit

durch Ihren Beitrag! Danke


Kommentare

  1. Somit scheinen die Rastafarians mit ihren Reggae-Songs endgültig auch in der rechten Ecke der NAZI’s gelandet zu sein.
    Und, Fasel-Nancy, was nun?? Hat man sich schon wieder’n Eigentor geschossen. Nun, da hat man ja in den DEMONS in USA die besten Vorturner in dieser Disziplin …

    Gruß Rolf

  2. Ich glaube nicht, dass Faeser und Co. ob dieser Tatsachen wissen. Ich glaube, die macht sich nur wichtig, will provozieren. Die sehen wohl im Reggae nur exotische schwarze Menschen die feiern, gut gelaunt sind und bunte Farben, fröhliche Musik …nach außen das Gegenteil der ,spießigen’ Deutschen. Was wollen sie eigentlich mit dieser „One Love“ Aktion erreichen? Und warum geht es immer nur um Schwule? Wenn sie den Islam der sowas von homophob ist, hierzulande hofieren und Islamkritiker wie Karim und Stürzenberger etc. bekämpfen. Das ist so ein krasser Widerspruch!

  3. Die einzig „Wert“ der von der linken Brut akzeptiert wird, ist der „Kampf gegen rechts“, um mit ihrer Schwachsinns-Ideologie die Deutungshoheit zu bewahren, während sie Land und Gesellschaft dem Erdboden gleichmachen und ins Elend führen.
    Dass sie sogar zu blöd sind, den wahren Hintergrund eines von ihnen „instrumentalisierten“ Songs vorab zu recherchieren, kann nicht weiter verwundern, wenn man diese Gestalten kennt.

  4. Der Knaller ist, dass Bob Marley gar kein „Schwarzer“ ist, so wenig wie der erste „schwarze“ US-Präsident Obama.
    Bei beiden ist nämlich ein Elternteil „weiss“, bei Obama die Mutter S. Ann Durham, Anthropologin mit europäischer Abstammung, bei Bob Marley der Vater Norval Sinclair Marley (1885–1955), Hauptmann der britischen Armee.

    Noah Becker, der beklagte, dass Berlin eine sehr weisse Stadt sei, wurde als Antwort übrigens zu Unrecht als „Halbneger“ bezeichnet, er ist nämlich nicht nur zur Hälfte, sondern mit seinem „weissen“ Vater Boris Becker und seinen 3 „weissen“ deutschen Grosseltern zu 3/4 selber weiss und, je nachdem, aus welcher Mischung sich sein amerikanischer Grossvater, der Vater von Barbara Feltus-Becker zusammen setzt, nur maximal zu einem Viertel „schwarz“.

    Also wer sich da wessen Kultur angeeignet hat oder wer wen des Rassismus bezichtigen darf oder nicht, lässt sich oft nur schwer entscheiden.

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.