„Priorisierung bei Impfungen“: AfD verpasst historische Chance durch Corona-Krise

Collage / Quellfoto: O24

Ein Gastbeitrag von „Nicht-Mehr-Wähler“ (redigiert)

Zu Beginn der Coronakrise habe ich Alice Weidel recht gegeben, als sie im Bundestag die Untätigkeit der Bundesregierung auf das Heftigste kritisierte. Dann aber hat man kaum noch etwas Sinnvolles von der AfD gehört. Inzwischen glaube ich nicht mehr, dass die Gefahr durch Corona viel schlimmer als die durch ein „normales Grippevirus“ ist. Von den ganzen Verschwörungstheorien halte ich zwar nicht sonderlich viel, aber die Emsigkeit, mit der ein Bill Gates alle sieben Milliarden Menschen dieser Erde seinen Impfstoff verpassen will, sollte einem schon zu denken geben. Dazu noch die vielen Einschränkungen unserer Grundrechte und die geplanten Überwachungsmaßnahmen lassen bei mir alle Alarmglocken schrillen. Aber was macht die AfD?

Auf Nachbohren bekam ich nirgendwo eine zufriedenstellende Antwort. Dann las ich in der Presse von der Sondersitzung der Partei, bei der allen Ernstes erwogen wurde, den Maßnahmen der Regierung zuzustimmen. Was ist denn das für eine Opposition, die nach der „Asylkrise“ nun noch eine Steilvorlage geliefert bekommt und diese Chance erneut links liegen lässt? In dem danach veröffentlichten Positionspapier fand ich den Punkt „Priorisierung bei Impfungen“. Von Freiwilligkeit redet die Bundesregierung auch stets, man weiß ja, wie es am Ende kommt. Und an letzter Stelle, Punkt 10, ist gar von Durchsetzung die Rede. So schnell wird aus Opposition Opportunismus. In Zukunft allerdings ohne meine Zustimmung!