In den letzten Jahren sind viele Dinge sichtbarer geworden, doch beim Namen genannt werden dürfen einige davon nur, wenn es die „richtigen“ Leute tun, wenn „richtige“ Medien titeln und der Anlass dazu als Startschuss für eine Kampagne genutzt wird. Solange Israel Krieg gegen die Hamas führt, ist der Islam an allem schuld. Die BILD-Hetze ist dermaßen durchschaubar, auch wenn darin gewisse Wahrheiten geäußert werden, es führt zu keiner Lösung, die Stimmung derart aufzuheizen. Ist der Krieg gegen den Terror vorbei, ist die AfD wieder schuld und statt „Israel-Hasser“ Erdogan heisst es dann wieder „Islam-Hasser“ und „muslim-feindlich“, wenn die im Durchschnitt täglichen zwei Vergewaltigungen von Frauen durch „Männergruppen“ nicht-deutscher Herkunft zur Sprache kommen. Das Muster ist bekannt, dennoch funktioniert es immer wieder.
Ich wiederhole mich gerne: Der Islam ist nicht das Problem. Wir können ihn nicht ändern oder verlangen, dass er wie das Christentum gefälligst die „Aufklärung“ zu durchlaufen habe und „zeitgemäß“ sein soll. Er kommt, die fremden Menschen kommen, weil sie in ein Vakuum stoßen, das „wir“ nicht mehr zu besetzen wagen. Volk und Nation sind verpönte Begriffe geworden, negativ besetzt kann kein positives Zugehörigkeitsgefühl entstehen und es bleibt nur Distanzierung von den eigenen Wurzeln, will man auf der „richtigen“ Seite sein und keine Probleme haben. Dasselbe gilt für den Glauben, für die meisten Mitglieder der beiden großen Amtskirchen nur Folklore, wer sein Christentum etwas ernster nimmt, landet schnell in der rechten Schublade. Als Atheist muss man ebenfalls auf der Hut sein und nur den „richtigen“ falschen Glauben kritisieren, sonst steht man gleich neben den Evangelikalen am Pranger. Derart zur Bewusstlosigkeit konditioniert wissen wir nicht mehr, wer wir sind, was wir sind, woher wir kommen. Uns fehlt jedes Selbst-Bewusstsein im wahrsten Sinne des Wortes und der Glaube an eine Zukunft.
Noch läuten vielerorts die Kirchenglocken. Kaum jemand kennt die Bedeutung des mittäglichen Türkenläutens.
Papst Calixt III. (1378–1458) aus dem Geschlecht der Borgia ordnete am 29. Juni 1456 in einer Bulle an, dass eine oder mehrere Kirchenglocken mittags durch ihr Geläut die Gläubigen dazu aufrufen sollten, für einen Sieg der Ungarn unter ihrem Anführer Johann Hunyadi über die Osmanen zu beten. Während die Glocken läuteten, sollten die Christen drei Vaterunser und drei Ave Maria beten.
Das Heer Sultan Mehmeds II. wurde am 22. Juli 1456 nahe bei der Burg Nándorfehérvár (heute Belgrad) trotz seiner erdrückenden Übermacht von einer Allianz aus ungarischen Truppen und einem bäuerlichen Kreuzfahrerheer geschlagen.
Wikipedia
Die Türken wissen sehr wohl warum sie ihre DITIB-Moscheen meist nach Fatih-Sultan benennen. Es handelt sich nämlich um den oben erwähnten Christenschlächter Mehmed II, dem brutalen Eroberer Konstantinopels. Der Affront wird als solcher nicht erkannt, nicht geahndet, kein Wunder, dass auch der unverfrorene Gebetsruf vom Minarett durch kaum ein Gericht gestoppt wird. Es ist eben ein Leichtes, ein Volk zu besiegen, dass sich selbst vergessen und den Glauben verloren hat.



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5 Kommentare zu „Der Islam ist nicht das Problem“