Salman Rushdie hetzte gegen Corona-Kritiker und beschuldigte Trump des Kindesmissbrauchs

Ken Conley aka kwc, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Die westliche Welt ist empört wegen des Messer-Attentats auf den Schriftsteller Salman Rushdie, gegen den der Mordaufruf, die „Fatwa“ des verstorbenen iranischen Revolutionsführers Ayatollah Khomeini, noch immer wirksam ist. Rushdie überlebte schwer verletzt, sein Zustand soll ernst sein. Er wird möglicherweise ein Auge verlieren und weitere bleibende Schäden davon tragen.

Über den Attentäter, der sofort nach der Tat überwältigt und festgenommen wurde, ist nur wenig bekannt. Bis jetzt haben die Ermittler noch nichts zu einem Motiv mitgeteilt. Das ist ungewöhnlich. Vielleicht hat die Tat gar keinen islamischen Hintergrund. Rushdie hatte eine klare Haltung zu Donald Trump und seinen Wählern und auch zu Corona-Kritikern und Impfgegnern. Man kann auch von Hetze sprechen, denn er beschuldigte Donald Trump bereits im Vorfeld der US-Wahlen des Kindesmissbrauchs.

RND dazu:

Rushdie schrieb: „Wir fassen zusammen. Trump wird im November vor Gericht stehen wegen Erpressung und im Dezember wegen Kindesmissbrauch. Er ist ein sexuelles Raubtier, veröffentlicht seine Steuererklärung nicht und das Geld seiner Stiftung benutzt er, um seine Anwaltskosten zu bezahlen. Er hat die Familie eines Kriegshelden beleidigt … Oh, nein, aber lasst uns über ein paar Mails von Hillary Clinton sprechen, die vom falschen PC gesendet wurden, was keine Straftat war. So kann man natürlich auch einen Präsidenten wählen.“ Rushdie endet mit einem Appell: „Komm schon, Amerika. Konzentrier dich.“ Dazu schrieb er #ImWithHer.

Rushdies Anschuldigen gegen Trump seien weitgehend korrekt, berichtet „Vox“.

RND

Rushdie gab zur Bewerbung seines neuen Romans etliche Interviews, in denen er seine Sorgen um die „amerikanische Demokratie“ wiederholte.

Auf die Frage, was er denn heute fürchte, antwortete Rushdie: „Früher hätte ich gesagt – den religiösen Fanatismus. Das sage ich heute nicht mehr. Die aktuell größte Gefahr ist, dass wir unsere Demokratie verlieren.“ Es seien beängstigende Zeiten, sagte der 75-jährige Schriftsteller weiter: „Alle Zutaten für den Faschismus liegen bereit. Am Wichtigsten ist hier Trumps Sieg über die Wahrheit.“ Das Schlimmste sei, dass Morddrohungen alltäglich geworden seien: „Nicht mehr nur Politiker bekommen sie, sondern selbst amerikanische Lehrer, wenn sie bestimmte Bücher im Unterricht durchnehmen.“ 

stern Gespräch exklusiv – Salman Rushdie wenige Tage vor dem Attentat: „Oh, wir leben in beängstigenden Zeiten“

Und gleich zu Beginn der „Corona-Pandemie“ hatte sich Rushdie ebenfalls zu Wort gemeldet. Der SPIEGEL:

Ein Teil unserer Gesellschaft degenerierte zu einem ignoranten, eifernden PöbelEr rang 17 Tage lang mit Corona.

Er hat überlebt. Salman Rushdie über eine Pandemie, die nicht nur Menschen tötet, sondern die Gewissheiten unserer Zivilisation.

SPIEGEL

Lässt sich hieraus vielleicht ein Motiv ableiten oder konstruieren? Warten wir mal ab.

Diese Bilder zeigen übrigens den „Mann“ bei der Festnahme:

Nachtrag: Inzwischen ist ein islamischer Hintergrund als Motiv wahrscheinlich.

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