Das flächendeckende Experiment des Ökolandbaus ist vorbei

Yann Forget, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die zwangsfinanzierten deutschen Systemmedien vernebeln ein gigantisches Ökodesaster. Die Tagesschau berichtete von Unruhen in Ceylon. „Auslöser der Proteste ist eine beispiellose Wirtschaftskrise. Sri Lanka leidet unter schwerwiegenden Engpässen bei lebenswichtigen Gütern, drastischen Preiserhöhungen und Stromausfällen und erlebt damit den schmerzhaftesten wirtschaftlichen Abschwung seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1948.“ So die Tagesschau am 2.4.2022. Kein Wort über die wahre Ursache.

Der Präsident der Insel, Gotabaya Rajapaksa, war durchgedreht. Sri Lanka sollte das weltweit erste Land werden, das ausschließlich auf Ökolandbau setzt. Der Regierungschef verkündete dies medienwirksam in aller Welt. In einem internationalen Webinar, unter anderem unterstützt von der Internationalen Vereinigung der ökologischen Landbaubewegungen (IFOAM), erklärte Rajapaksa sein Land quasi über Nacht zur Bio-Republik.

Der Hintergrund ist offenbar die hohe Verschuldung der Insel, die Importe zunehmend zum Problem werden läßt. Versuchen wir es doch mal ohne Importe mit Öko, hat man sich im Präsidentenpalast gedacht. Und die willigen Hilfstruppen für die Propaganda wurden schnell gefunden: Grüne NGOs. So wie sie in Deutschland über die Medien in Richtung Windmühlen und russisches Gas gedemmelt haben, so in Sri Lanka für Tierscheiße. Der Präsi ist kein gelernter Landwirt, sondern Militärwissenschaftler und Informationstechnologe. Inkompetenz gibt es also nicht nur in Deutschland.

„Wir müssen weg von schädlichen chemischen Düngern und hin zu moderner Technologie, um mit Hilfe des Ökolandbaus eine gesunde Gesellschaft zu schaffen“, begründete der Präsident seinen Entschluss. Und stoppte im Mai 2021 von einem Tag auf den anderen den Import von Pflanzenschutzmitteln und mineralischen Düngern. Die Landwirte wurden nicht gefragt, sondern vor vollendete Tatsachen gestellt. Ab sofort sollten sie Tee, Zimt, Palmöl und alle weiteren Produkte der Insel ohne all diese Hilfsmittel erzeugen.

Es kam, wie es kommen mußte: Die Erträge sanken, man hatte mit dem knappen organischen Dünger nicht nur weniger Aufwuchs, sondern zudem wieder wie in alten Zeiten mit Krankheiten und Schädlingsbefall zu tun. Die Umstellung trieb die Lebensmittelpreise so hoch, daß sich viele Leute weniger Essen leisten konnten. Der Gemüsepreis verdoppelte sich, auch der Reispreis stieg.

Bereits 2021 informierte das Auswärtige Amt: „Die aktuelle Wirtschaftskrise führt zu Engpässen bei der Versorgung mit Treibstoffen, Medikamenten und anderen Gütern (u.a. Grundnahrungsmittel, Rationierung bei Einkäufen). Die lokalen Behörden verordnen regelmäßig die Rationierung von Strom, sodass es zu längeren Stromunterbrechungen kommt. Spontane lokale Proteste sind jederzeit im ganzen Land möglich. Dabei kann es zu gewaltsamen Ausschreitungen kommen.“

Ramesh Pathirana, Minister für Plantagenwirtschaft, gab bereits im Winter bekannt, daß Mineraldünger und Pflanzenschutzmittel ab sofort wieder regulär verwendet werden dürften. Blos ist es derzeit schwierig aus dem Stand heraus aus dem Ausland Düngemittel zu bekommen. Als Neukunde muß man sich anstellen. Die Lebensmittelkrise ist mit der Liberalisierung der Landwirtschaft noch nicht vom Tisch. Anfang April kam es zu weiteren landesweiten Protesten, der Ausnahmezustand wurde verhängt und das Internet teilweise abgeschaltet.

Das grüne Experiment ist beendet, die Unruhe bleibt.

Auch in Deutschland werden die Landwirte immer mehr eingeschränkt. Die Erträge sinken seit Jahren, die bewirtschafteten Flächen auch. Das kann sich ein Land mit einem Außenhandelsüberschuß leisten, man belastet allerdings ärmere Kunden über den Produktpreis und ärmere Länder, weil man unnnötigerweise als deren Futterkonkurrent auf dem Weltmarkt erscheint.

Grüße an den Inlandsgeheimdienst: „Gut gedüngt ist halb gewachsen.“ (Volksmund)

Erstveröffentlichung: Prabelblog


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5 Kommentare

  1. Es ist eigentlich unglaublich das noch immer in absolut allen Ländern dieser Welt, in keiner einzigen Verfassung, demjenigen Minister der schlecht arbeitet, gegen das Wohl seines Volkes handelt und in vielen Fällen sogar direkten Hochverrat begeht, irgendwelche Konsequenzen angedroht werden.
    Jedes Land betrachtet seine Einwohner als Arbeiter die dem Staat zu dienen und ihn zu finanzieren haben, macht der Arbeiter Fehler kommt er in den Knast.
    Der Staat ist eine Firma, aber wenn deren Manager Fehler machen gibt es einen anderen Posten um noch mehr Dummheiten zu machen und während einem Arbeiter die Rente entzogen werden kann sind Minister finanziell immer abgesichert und keiner geht ihnen ans Geld.
    Typen wie Biden und die EU Präsidenten treiben unsere Länder sehenden Auges in WW3 und begehen Hochverrat, so etwas gehört abgeurteilt und den Rest des Lebens als Hochverräter zur Schau gestellt.

    Wie lange will die Menschheit sich das noch gefallen lassen?
    Sobald in einer Verfassung steht das Minister sich vor dem Volk für ihre Handlungen zu verantworten haben mit ihrem Privatvermögen und dem ihrer ganzen Familie 1 & 2 ten Grades (Sippenhaft? JA denn wenn der Minister fehlentscheidet ist das ganze Land betroffen also alle Familien also JA: Sippenhaft!) würde es diese ganzen Halbintelligenzen in den Regierungen nicht mehr geben.

    Diese ganzen Aufschneider und Dampfplauderer würden lieber als Gebrauchtwagenverkäufer die Menschen belügen und betrügen.
    Und diese ganzen Weltverbesserer vom Schlage „gut gemeint und schlecht gemacht“ wären auch alle schlagartig verschwunden.

    1. Wie lange will sich die MENSCHHEIT das noch gefallen lassen ? Das ist die entscheidende Frage !

      So wie es jetzt aussieht, offenbar für die Ewigkeit.

  2. Es ist immer wieder erfrischend feststellen zu können, daß der angeblich so dumpfe Stammtisch sich nicht irrt, sondern oftmals ganz einfach rechtbehält gegenüber den sogenannten Experten, sogenannten Faktencheckern und sonstigen Gutmenschen. Wenn die sogenannten Qualitätsmedien „Verschwörungstheorie“ rufen, kann man größtenteils sicher annehmen, daß genau das über kurz oder lang auch passiert. Genau die, die sich so gerne Experten nennen, erleben oft genug ihr intellektuelles Waterloo, sind dann aber zu feige, sich und der Öffentlichkeit ihr Scheitern einzugestehen. In der Wissenschaft ist das als der sog. Dunning-Kruger-Effekt gut beschrieben, auf gut deutsch: je dümmer desto lauter.

  3. Der Regierungschef hat es vermutlich gut gemeint, aber schlecht gemacht. Vielleicht war die Umstellung auf ökologischen Landbau einfach nicht professionell und fachkundig genug organisiert worden. Das wäre zumindest denkbar. Die Menschen brauchen fachkundigen Rat und Anleitung. Daran fehlte es mutmaßlich auch.

    Andererseits kann man ein Land natürlich auch nicht von heute auf morgen komplett auf ÖKO umstellen. Das braucht eben seine Zeit, wenn es seriös und erfolgversprechend geschehen soll.

    Das arme Land hatte wohl auch diesbezüglich keine „Ressourcen“, oder eben nur ein paar grünbraune Theorie-und-Ideologie-Ökofuzzis am Haken.

    Echte Kompetenz ist heutzutage bekanntlich rar gesät. Das sehen wir ja täglich mustergültig „im besten Deutschland aller Zeiten“.

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