Schulbehörde plant Bußgelder für Insektenmehlverweigerer

Schulkinder mit Einheitsessen aus Insektenmehl / ai-generated

„Es wird gegessen, was auf dem Tisch kommt“ galt lange als Redewendung aus längst vergangenen Zeiten. In der Überflussgesellschaft verloren Tischsitten und Esskultur an Bedeutung bis ein erster Trend zu gesünderer Ernährung und tierleidlos erzeugtem Fleisch allmählich zu einem Bewusstseinswandel führten. Doch die teuren Alternativen zu Fastfood und fettreicher Hausmannskost können sich immer weniger Familien leisten. Viele sind daher froh, dass es an den Schulen eine warme Mahlzeit für alle Kinder gibt, doch es gibt immer wieder Probleme mit der Einheitsverköstigung, die meist aus nachhaltig produziertem Insektenmehl besteht und als klimafreundlich gilt.

„Die Kinder selbst können nichts dafür“, sagt die Leiterin der Bundesschulbehörde Frau Dr. Margot Engele. „Die meisten werden von ihren Eltern aufgehetzt und verweigern das Essen aus angeblich religiösen Gründen. Andere behaupten es sei gesundheitsschädlich und legen Atteste vor, die sie vom Mittagessen befreien sollen.“ Unterstützung erhalten sie dabei von verantwortungslosen Ärzten, die im Internet und neuerdings auch immer häufiger auch per Augmented Reality (AR) Plakaten überall Werbung machen, wo Jugendliche mit Wlan-fähigen Geräten erreichbar sind. Mit teils bizarren Verschwörungstheorien machen sie die Schüler glauben, dass der Konsum von insektenmehlhaltiger Nahrung gefährlich sei, was natürlich Quatsch ist. Dramatisch wird es, wenn Eltern diesen Irrglauben vorleben und die total verängstigten Kinder die schon aus sozialen Gründen wichtige Teilnahme am Essen verweigern und dadurch Nachteile erleiden.

„Diesen Auswüchsen werden wir mit empfindlichen Bußgeldern für die Eltern begegnen und Ärzten, die Gefälligkeitsatteste ausstellen, das Handwerk legen“, kündigt Engele an. Die wenigen Fälle von echten Unverträglichkeiten durch Krankheiten und Gendefekte seien natürlich nicht betroffen. Künftig sollen Kinder allerdings bereits vor der Geburt auf Insektenmehlintoleranz getestet werden, damit die Mütter rechtzeitig eine Abtreibung aus klimaschädlicher Indikation beantragen können.

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