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Naher Osten: Erdogans Agieren an zwei Fronten

von Klaus Neumann.

Die Spannungen im Nahen Osten nehmen zu, während sich der Konflikt auf immer mehr Länder auszudehnen scheint. Inzwischen steigt die Besorgnis vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten aufgrund der zunehmenden Spannungen zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon. Die Armee befindet sich angesichts der verstärkten Angriffe der proiranischen Schiiten-Miliz aus dem Libanon nun in einem Zustand sehr hoher Bereitschaft.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gibt sich als Hamas-Versteher. Er richtet immerfort starke verbale Angriffe gegen Israel. In jüngster Zeit hat er den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit Hitler verglichen und Israel als “Kriegsverbrecher” bezeichnet, während er die als Terrororganisation eingestufte Hamas als “Befreiungsorganisation” bezeichnet hat.

Solche Äußerungen von Erdogan sind in Bezug auf Israel nicht neu. Es gibt ein Aber dabei. Die Türkei spielt im Nahostkonflikt eine mehrdeutige Rolle. Man reagiert mit Unverständnis darauf, dass die Türkei Tel-Aviv den Öltransit noch nicht gesperrt hat.

Eine bemerkenswerte Wendung ergibt sich aus den jüngsten Äußerungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, der vorgibt, die Palästinenser zu unterstützen, während Gerüchte über heimliche Unterstützung für Israel durch die Türkei die Runde machen.

Aserbaidschan ist ein enger Verbündeter der Türkei und unterhält gute Beziehungen zu Israel. Es wird vermutet, dass Erdogan diese Verbindung nutzt, um Israel subtil zu unterstützen, während er gleichzeitig seine pro-palästinensische Rhetorik aufrechterhält, um sein Image in der Region zu wahren.

Diese verdeckte Unterstützung für Israel könnte mehrere Gründe haben. Zum einen könnte die Türkei es versuchen, ihre Position als regionaler Akteur zu stärken, indem sie mit verschiedenen Parteien gleichzeitig kooperiert. Zum anderen könnten wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen, insbesondere wenn es um den Energiehandel und Waffenverkäufe geht.

Die undurchsichtigen Allianzen im Nahen Osten werfen nicht nur Fragen über die Motive der Türkei auf, sondern unterstreichen auch die Komplexität dieses langwierigen Konflikts. Die involvierten Parteien jonglieren mit geopolitischen Interessen, nationalen Sicherheitsbedenken und dem Streben nach regionaler Dominanz.

Während Erdogan weiterhin eine pro-palästinensische Haltung in der Öffentlichkeit betont, zeigen die möglichen Hintergrundaktivitäten der Türkei, dass die Realität komplizierter ist als sie auf den ersten Blick erscheint.



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Kommentare

  1. Man muss akzeptieren, dass Mächte – namentlich Großmächte, und Mittelmächte, aber auch Möchtegern-Mächte – 365 Tage im Jahr am taktieren und lavieren sind.
    Politik – noch dazu Machtpolitik – ist eben ein DRECKIGES Geschäft. Das war schon immer so gewesen und wird vermutlich auch nie wirklich anders sein.
    Die Interessen jedes Staates sind sehr vielschichtig und können sich innerhalb von Stunden ins Gegenteil verkehren. Für Außenstehende ist das oft nur – wenn überhaupt – sehr bedingt nachvollziehbar.

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