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Militärische US-Interventionen: Seit 1945 jedes Mal gescheitert Wann hört der Irrsinn endlich auf?

20 Jahre nach der Invasion lässt die aktuelle Flucht der westlichen Truppen aus Afghanistan ein Kriegs-zerrüttetes Land zurück, in dem  Mohnanbau, Korruption, Terrorismus und Zerstörung die einzigen verbliebenen Konstanten sind.

Der unkoordinierte Rückzug der US-geführten Armada zeigt nicht nur die Geringschätzung des Weißen Hauses für seine Vasallen, die es wie leere Patronenhülsen wegschmeißt, wenn sie nicht mehr gebraucht werden, sondern bringt die Verbündeten durch eine unangekündigten Vorverlegung  in akute Gefahr. Deutschland und andere  bestürmen jetzt den US-Hegemon, doch bitte ein paar Tage länger zu bleiben, um die Flucht ihrer Truppen samt Material  noch abzusichern. Deutschland zum Beispiel hätte bei vorgezogenem Abzugstermin der USA  nicht genügend Transportkapazität, um noch rechtzeitig aus dem Land zu entfleuchen.

In Afghanistan das alte US-Muster: Intervenieren – Scheitern – in Chaos und Zerstörung abrücken

Der gescheiterte Afghanistan-Feldzug  zeigt das seit 1945 bekannte Muster: Die USA intervenieren, stecken anschließend fest und werden entweder unter großen Verlusten aus dem Land getrieben (Vietnam) oder lassen es im Chaos und  zerstört zurück.

Die Militaristen der USA und ihrer Verbündeten lernt seit Jahrzehnten nichts dazu.  Seit dem Zweiten Weltkrieg ziehen die global vagabundierenden Truppen eine Blutspur der Zerstörung und Flüchtlings-Vertreibung hinter sich her. Selbst  58.000  gefallene US-Soldaten des Vietnamkrieges (1961-75) konnten die USA  nicht veranlassen, ihren weltweiten Interventionsmilitarismus zu beenden. Heimgesuchte Länder in Auswahl: Korea, Vietnam, Libanon, Afghanistan, Libyen, Irak, Syrien

Immer die gleichen Anschuldigungen und immer die gleiche Selbstermächtigung zum Angriff 

Das Muster ist immer das Gleiche: Die USA behaupten, in den zu überfallenen Ländern seien Diktatoren gegen das eigene Volk am Ruder und bildeten über Massenvernichtungswaffen oder sonstiges Militärpotential eine Gefahr für die eigene nationale Sicherheit und die anderer Länder. Die USA  unterstützen vorweg  Oppositionsgruppen, sammeln und organisieren „gemäßigte Rebellen“, liefern Gräuelberichte, legen Luftaufnahmen angeblicher Gefängnisse oder Militäreinrichtungen vor und sehen anschließend sich und ihre Alliierten im Recht zum Angriff.

Beispiel Syrien:  Kein Assad-Clan hätte in Syrien soviel Zerstörung, Mord, Vertreibung und Wirtschaftsruin bewirkt wie die US-geführte Armada

Kein von den USA und ihren alliierten Pulks heimgesuchtes Land ist nach der westalliierten „Bombenkur“ besser dran gewesen als vorher. Beispiel Syrien: Kein Assad-Clan hätte über Jahrzehnte  Hunderttausende seiner Bürger getötet und  Hunderttausende seiner Bürger  in die Flucht geschlagen – bis nach Nordschweden. Kein Assad hätte die Flächenbombardierung  von Städten, Kulturdenkmälern und der Infrastruktur befohlen. Unter Assad wäre das syrische Erdöl nicht in großem Umfang geraubt worden.  Kein Assad hätte seinem Volk rundum strangulierende Wirtschaftssanktionen über mehr als 10 Jahre aufgedrückt. Das alles aber haben die „Westlichen Werteüberbringer“ USA und Verbündete getan. Man kann vom System Assad in Syrien – legal gewählt – halten was man will, verglichen mit dem katastrophal ruinösen westlichen „Befreiungskrieg“ war und  ist seine Regentschaft geradezu harmlos.

Kaum raus aus Afghanistan – schon wieder rein in den nächsten Krieg, Richtung Russland?

Kaum raus aus Afghanistan – am Besten wieder mit den letzten Botschaftsleuten per Hubschrauber vom Dach – machen die USA erneut auf Krieg: Ein umfangreicher Nato-Truppenaufmarsch in Richtung Russland / Ukraine läuft derzeit und fährt unsere Straßen und Autobahnen kaputt.  Sogar im entfernten Portugal donnern aktuell mehr militärische Flugzeuge herum als in den vorangegangenen 20 Jahren zusammen. Was soll das? Wer will mit dieser Losertruppe USA  / Nato, die ausschließlich Länder zerstört – auch die von ihr „verteidigten“ ! – in weitere Kriege ziehen? Sollte man mit dieser militärischen Verelendungshistorie im Gepäck womöglich das größte Land der Erde angreifen und eine millionenfache Flüchtlingswelle aus der bitterarmen Ukraine nach Europa lostreten? Das wäre der nackte Wahnsinn. Ein Mitmachen wäre aber in der US-influenzierten Berliner Infantilpolitik nicht restlos ausgeschlossen.

Wer seine Sinne beisammen hat muss aufstehen und sagen: Schluss!

Die Leute, die ihre Sinne noch beisammen haben, sollten aufstehen und klar sagen: Schluss mit dem Aufmarsch-Wahnsinn, Schluss mit der Aufrüstungsspirale, Schluss mit der Nato-Kriegshetze und Schluss mit der unsozialen und klimaschädlichen  Geldverschwendung für das, was Donald Trump unfreiwillig-ironisch so nannte: „Our great military“.

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