Ein weiteres Medienmärchen ist geplatzt

Ach, wäre es schön gewesen, wenn Frau Wagenknecht der AfD Stimmen weggenommen hätte. ARD und ZDF träumten davon. Zugegeben, wenn das BSW mit der AfD hätte zusammenarbeiten wollen, dann wäre es auch so gekommen. Aber das schloß Sahra frühzeitig aus. Und die Wähler, die wiederum von der Koalition der AfD mit dem BSW träumten, merkten es. 

Über die Gründe kann man spekulieren. Frau Wagenknecht ist in ihrer Agitation von der Teilnahme an Fernsehstuhlkreisen extrem abhängig. Und sie wäre sicher weniger oder nicht eingeladen worden, wenn sie nicht klare Kante gegen Rächts gezeigt hätte.

Nun gibt es Berechnungen, wo Frau Wagenknechts Stimmen hergekommen sind:

SPD580.00029 %
Linke470.00024 %
CDU260.00013 %
FDP230.00012 %
AfD160.0008 %
Grüne150.0008 %
Nichtwähler140.0007 %

Sicher spielte es eine Rolle, daß Wagenknecht vehement für ein Ende des Ukrainekriegs und eine Normalisierung der Beziehungen zu Rußland geworben hat. Damit ist sie trotz sozialistischer Ambitionen in den Beritt von CDU und FDP eingedrungen, die sich neben den Grünen als Kriegstreiber gebärden. 

Daß sie den Linken Stimmen wegnimmt, war natürlich zu erwarten, sie repräsentiert die alte SED mit dem Mythos einer Arbeiterpartei und hat immer gegen den Minderheitenknall der Linken revoltiert.

Daß die SPD der Hauptleidtragende des BSW ist, überrascht mich etwas. Aber auch bei den Sozialdemokraten gab es Anhänger, die traditionellere linke Politik mit Arbeitnehmerinteressen im Auge hatten. Sie sind schon vor der Gründung des BSW weitgehend zur AfD abgewandert. Gestern traf ich einen Unternehmer, der mir berichtete, daß seine sämtlichen Arbeiter die Alternativen gewählt haben. Nun entlaufen der SPD noch die Angestellten. 

Was ein Bündnis von CDU und BSW – auch auf Landesebene in Sachsen, Thüringen und Brandenburg – betrifft, bin ich skeptisch. Der CDU wird von den woken Drahtziehern in Kalifornien und New York wohl bedeutet werden, daß sie mit den kriegerischen Grünen zu regieren hat. Die Europawahl gibt allerdings Anlaß zu der Vermutung, daß die Grünen dazu zu schwach sein werden. Außerdem könnte sich der Wind in Washington noch drehen. Mehr Fragezeichen als Gewißheiten für das CDU-Politbüro.

Grüße an den Inlandsgeheimdienst: „Man sieht die Blumen welken und die Blätter fallen, aber man sieht auch Früchte reifen und neue Knospen keimen.“ (Geh, Rath v. Goethe)

Quelle: Prabelsblog


Mehr von Opposition 24

Mit einem kostenlosen Abonnement erhalten Sie alle Beiträge per Email



Kommentare

2 Antworten zu „Ein weiteres Medienmärchen ist geplatzt“

  1. Eugen Karl

    Ich weiß, daß vor allem sehr viele Grüne zu Wagenknecht gewechselt sind und finde das in der obigen Statistik nicht wieder. Die Kriegstreiberei der Grünen hat viel Grünes Klientel vertrieben, den der klassische Grünenwähler ist für “Frieden schaffen ohne Waffen” und gegen Waffenliegferungen in Krisengebiete.

    Daß Wagenknecht und AfD irgendwie etwas gemein haben, ist lediglich der feuchte Traum eines Wolfgang Hübners, dem die AfD stets nicht sozialistisch genug sein kann. Das wäre indes ein fataler Irrtum. Die Wähler wissen das: die AfD steht für Marktwirtschaft und gegen den Kollektivismus und die alte Sozialromantik, mit der nichts mehr zu reißen ist. Daher gibt es zwischen AfD und BSW eine nicht zu überwindende, prinzipielle Kluft, was nicht heißt, daß man in einzelnen Sachfragen (z.B. Krieg und Frieden) gemeinsam abstimmen kann

  2. Bei uns waren gleichzeitig Kommunalwahlen und daher kann ich die Aussage, des Autors, hinsichtlich der SPD bestätigen. In traditionellen SPD Wahlbezirken verlor die SPD, ebenfalls die LINKE und das BSW erhielt aus dem Stand recht hohe Werte, aber auch die AfD legte dort zu.
    Ich glaube schon, dass die Basis-Sozis den Kriegs- und Konfrontationskurs der Ampel im größeren Maßstab ablehnen und so ihren Unmut kundtaten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert