
Der deutsche Übermut gegenüber Russland speist sich aus dem Null-Gedächtnis seiner politischen Führung für alles, was unser Land in Kriegen mit dem östlichen Nachbarn erlebt hat. Der Kanzler hat ein bekannt kurzes Gedächtnis und die Außen- und Verteidigungsministerinnen sind zu unerfahren, um zu sehen, welchen deutschen Großsprechern gegenüber Russland sie nachfolgen. Niemals wollten wir Deutsche noch einmal gegen Russland Krieg führen, schon gar nicht für die verfluchten US-amerikanischen Interessen. Und doch stolpert die Berliner Führung stärker und schneller in diesen Konflikt hinein, als man je gedacht hätte.
Erst lieferte man Schutzhelme, jetzt sind Raketen dran und was kommt dann?
Wäre in der Berliner Ampel plus Union militärpolitisches Bewusstsein vorhanden, so sähe man die Parallelen zur Eskalation früherer Kriege. Die klassische USA – Methode steigerte den Einsatz von kleinen über immer größere Kaliber bis hin zu Atombomben, bis die Länder schließlich in Schutt und Asche lagen. Jetzt geht es gegen das größte Land der Erde, das atomar Kontra geben kann. Die Sprengung der Krim-Brücke ist für Russland nach eigener Einschätzung ein „Pearl Harbour“ – also der Eintrittsgrund in einen großen Krieg. Das wird hierzulande offenbar so lange als „Propaganda“ abgetan, bis es kein Zurück aus dem Totalkonflikt mehr gibt. Dass russische Raketen Zivilisten treffen, ist genau so unannehmbar wie die permanente Bombardierung von Zivil-und Wohngebieten, die die Ukrainer seit 2014 mit Tausenden von Toten z.B. gegen die Großstadt Donezk durchführen. Das Bombardement wurde und wird von unseren Propagandisten allerdings nie erwähnt.
Es gibt für die Berliner Laienspielschar nur eine Lösung: Raus da!
Für diesen Konflikt gibt es keine Lösung, da beide Seiten ihre – sich gegenseitig ausschließenden – Forderungen in Verfassungsform gegossen haben. Also nützen auch schwerste Waffen nichts. Es kann nur durch Waffenstopp von außen eingewirkt werden. Wenn wir jetzt nicht Schluss-Aus sagen und die Kriegsbeteiligung einstellen, könnten uns die aktuell in die Ukraine geschickten Raketen selber fehlen. Berlin liegt am nächsten dran und die große Eskalation würde dieses Stadt als erste treffen. Die Bellizisten sollten schon einmal ABC-Schutzmasken und -Planen sowie Atropinspritzen und Dekontaminationswerkzeug bereit legen, wenn sie ungebremst weitermachen sollten wie bisher.


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10 Kommentare zu „Deutsche Raketenabwehr in die Ukraine? Die könnten uns für Berlin fehlen“