
Ihr Wunsch wurde gestern erfüllt, Herr CDU-Chef Merz: Es kommt kein russisches Gas mehr an. Zitat „Spiegel“ vom 10.März 2022: „… Friedrich Merz (plädiert) für einen radikalen Schnitt… , russische Gaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 zu stoppen. Dies würde ‚eine neue Qualität in den Sanktionen bedeuten’“. Laut der Relotius-Postille ging Merzens Unionskollege Kiesewetter noch weiter und forderte „Einschränkungen der russischen Energieimporte bis hin zu einem kompletten Stopp“. Merz meinte laut „Spiegel“, „angesichts der ‚massiven Kriegsverbrechen‘ Russlands in der Ukraine sei eine solche Eskalation notwendig’“ (hier).
Was jetzt, Herr Privat-Jetflieger und Gürtel-enger-Schnaller Merz?
Herr Merz geht zwar mit gutem Beispiel voran, indem er sein todschickes, Millionen-teures Zweimot-Flugzeug nicht mit dem hochpreisigem Flugbenzin, sondern mit Dieselkraftstoff betreibt [(hier) auch noch umsatzsteuerfrei wegen geschäftlicher Verwendung?], das hilft aber der Masse der CDU – Ver- (oder Ge-) tretenen nicht einmal aufs Fahrrad. Wer noch Zweifel hat, dass die gegenwärtig sich abzeichnende Notlage mutwillig herbeigeführt worden ist und die CDU unter Führung des Ex-Blackrock-Spitzenbankiers Merz den Scholzomaten mit dorthin gescheucht hat – dem hilft der Rückblick weiter. Großer Dank ans Internet.
Die notorischen Russlandfresser und Atlantiker wissen auch nicht weiter: Das ist Infantilpolitik vom Feinsten
Dass die Inflation unsere Ersparnisse bald in Zehnprozentschritten löscht, der abschmierende Eurokurs (1:1 zum US-Dollar) sie weiter anheizt, weil er Importe verteuert und der weggebrochene Exportüberschuss als Spiegelbild der Deindustrialisierung uns vollends zum armseligen Bittsteller um preiswerte Russengase macht, ist keine Überraschung, sondern konsequentes Ergebnis einer Politik aus dem Bauch nach US-Gusto. Sie wurde befeuert durch Russlandfeinde vom Atlantiker-Reservoir, allen voran dem zweifach gescheiterten CDU-Nichtvorsitzer Röttgen, der – gleichfalls im März 2022 – den sofortigen Stopp der Gasröhren Nordstream-Eins verlangte, nachdem er Nordstream-Zwei schon seit je bekämpft hatte (hier).
Die Berliner Infantilität musste scheitern – das schrieb ich bereits -, weil unsere politischen Spieler zwar zum Halmaspiel geeignet sein mögen , gegen einen russischen Schachgroßmeister wie Putin aber von vorne herein auf verlorenem Posten stehen.




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9 Antworten zu „CDU-Wunsch erfüllt: Chef Merz forderte schon im März den kompletten Stopp von Nordstream – Eins“