Telekom und SAP federführend bei Entwicklung von Corona-App

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Der Ausschuss Digitale Agenda online hat am Mittwoch mit Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) über den Stand der geplanten dezentralen Corona-Warn-App diskutiert, berichtet der Kurznachrichtendienst des Bundestags (hib). Einen genauen Zeitplan für die Implementierung der App gebe es noch nicht, sagte Bär. Dieser sei auch abhängig von der Veröffentlichung der gemeinsamen Schnittstelle durch Apple und Google.

Am Dienstag hatte die Bundesregierung mitgeteilt, dass die App nun federführend von der Deutschen Telekom und dem Software-Konzern SAP entwickelt und zur Marktreife gebracht werden soll. Die Fraunhofer-Gesellschaft und das Helmholtz-Institut for Information Security (CISPA) sollen dabei beratend tätig sein.

Weiterhin wird die Freiwilligkeit der Nutzung betont und dass durch die dezentrale Struktur ein Datenmissbrauch ausgeschlossen werde. Dennoch bleibt es dabei, dass Nutzer, die Kontakt mit Infizierten hatten, über die App gewarnt und aufgefordert werden, sich in Quarantäne zu begeben. Was soll daran anonym sein, wo doch bereits eine Klarnamenübermittlung gefordert wurde?

Und was, wenn die Freiwilligkeit ausgehebelt wird, durch Zugangsbedingungen, wie sie derzeit schon für Fußgängerzonen diskutiert werden? Muss man ohne „freiwillige Nutzung“ draußen bleiben?

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